Frauen und Industriekultur
Neben Gartenträumen und der Straße der Romanik kooperiert unser FrauenOrte-Projekt seit 2024 mit einem weiteren touristischen Landesprojekt, dem Netzwerk Industriekultur Sachsen-Anhalt (NIK). Daraus ergeben sich z.B. bemerkenswerte thematische, örtliche und terminliche Schnittmengen:
VORSCHAU:

Industriekulturelle und künstlerische FrauenGeschichte(n) erzählt(e) z.B. das OSTEN FESTIVAL in Wolfen, einem unserer FrauenOrte (Rückschau mit Archiv-Beiträgen)
👉Die nächste Ausgabe von OSTEN – Festival für Kunst und gegenseitiges Interesse findet vom 12. bis 27. September 2026 in Bitterfeld-Wolfen statt.
👉das FESTIVAL-Kollektiv lädt bereits am 11. April 2026 (14 Uhr) zu einer Radtour mit der Künstlerin und Fotografin Franziska Klose ein, gemeinsam wird die von Braunkohletagebau und Chemieindustrie geprägte Umgebung Bitterfeld-Wolfens erkundet.
👉Am Tag der Industriekultur rund um den Sonntag, 12. April 2026 werden an über 100 Standorten Besichtigungen, Führungen und Vorträge in ganz Sachsen-Anhalt geboten wie z.B. auch an unseren FrauenOrten in Bad Kösen und Weißenfels (s.u.)
Die 21. Merseburger DEFA Filmtage bringen unter ihrem 2026er Motto „21 Takte Leben – Arbeit, Aufbruch und Applaus“
mit DEFA-Spielfilmen und aktuellen Dokumentationen „bewegte und bewegende Geschichte“ aus der industriellen Arbeitswelt der DDR auf die Kino-Leinwand! (Programm).
Zur 👉Filmaufführung am Samstag, 11. April 2026 (12:30 Uhr) im Merseburger Domstadtkino spürt FrauenOrte-Koordinatorin Anke Triller im Gespräch mit Protagonistinnen und Regisseur dem „Stolz und Eigensinn“ im gezeigten 1990er Archivmaterial & den Fraueninterviews nach.

RÜCKBLICK:
Die Weißenfelser Ausstellung „FRAUEN.ARBEIT – Frauen in der Produktion in der DDR“ (und der zugehörige Film) war am 24. April 2025 beim „Frauen.Arbeit: Erzählcafé zu den Frauen in der Schuhindustrie (Rathaus Wießenfels, Sitzungsaal, Markt 1) zu sehen. Am 21. Juni 2025 war sie außerdem als Teil der Geburtstagsfeier zum 25. FrauenOrte-Geburtstag im Industrie- und Filmmuseum Wolfen zu Gast.
Außerdem wurde aufgrund des großen Interesses die Ausstellung „Nach den Maschinen. Industriefotografie aus Sachsen-Anhalt“ (s.u. Rückblick zum 12.12.24)
im April 2025 erneut für vier Wochen in Halle (Saale) gezeigt. Die Fotografinnen Elke Busching, Claudia Fährenkemper, Annemarie Giegold-Schilling, Stephanie Kiwitt, Gerda Leo, Franziska Meister, Emilia Prescher, Inge Rambow, Monika Rechsteiner, Evelyn Richter und Sigrid Schütze-Rodeman waren mit Werken vertreten.
👉15. TAG DER INDUSTRIEKULTUR SACHSEN-ANHALT Unsere FrauenOrte in Diesdorf, Weißenfels und Wolfen sowie das Waschmittelmuseum Genthin waren vom 10.-13.04.2025 mit eigenen TIK-Angeboten dabei.





👉 23.03.2025 Tagesexkursion zum Bad Kösener FrauenOrt! Herzlichen Dank an Kristin Gerth für die Kuratorin-Führung! Unsere Frauengruppe aus Erfurt, Halle und Merseburg besuchte Käthes „Puppenstube“ in Bad Kösen und erfuhr Erstaunliches über die Puppenunternehmerin Käthe Kruse. Deren ungewöhnliche Biographie -von der Theaterschauspielerin und heimischen Puppenschöpferin zur Arbeitergeberin und Marketingfachfrau – steht im Mittelpunkt der Dauerausstellung im Erdgeschoss der Kunsthalle im Museum Romanisches Haus.
👉Bis Dezember 2024 war im Salinemuseum Halle die Jahresausstellung„Nach den Maschinen – Industriefotografie aus Sachsen-Anhalt„ zu sehen. Fragen wie „Gibt es einen femininen Blick auf die (Industrie-) Geschichte? Was erzählen Fotos über die abgebildeten Arbeitenden?“ wurden beim Gesprächsabend „Von Fotografinnen und Arbeiterinnen“ am 12.12.2024 gestellt, der von Anke Triller (FrauenOrte Sachsen-Anhalt) und Josepha Kirchner (Netzwerk Industriekultur Sachsen-Anhalt) organisiert und moderiert wurde. Die Fotografinnen Christina Glanz und Ramona Schacht sprachen mit DDR-Zeitzeuginnen und (das Leben und Selbstverständnis von) Arbeiterinnen und den femininen Blick auf Industriegeschichte.
Während der Veranstaltung gab die Weißenfelser Ausstellung „FRAUEN.ARBEIT – Frauen in der Produktion in der DDR“ einen kleinen historischen Überblick über die weibliche Erwerbsarbeit im VEB Schuhkombinat „Banner des Friedens“. Sie ergänzte also mit einem Rückblick auf einen weiteren Industriezweig -neben Chemie- und Kohleindustrie- mit hoher Frauen-Beschäftigungsquote. Danke an das Schuhmuseum im Schloss Neu-Augustusburg, unserem Weißenfelser FrauenOrt) für die Bereitsstellung der Rollups, die übrigens weiter ausgeliehen werden können (Details hier)
👉 Den öffentlichen Auftakt der NIK-FrauenOrte-Zusammenarbeit bildete der 14. Tag der Industriekultur in Sachsen-Anhalt (TIK) (21.04.2024). Unter dem Motto „#moderndenken ZUKUNFT ERINNERN“ hatten wir ins Waschmittelmuseum Genthin zum Erzählcafé mit den Genthiner Waschfrauen eingeladen (siehe auch Podcast-Nr. 33). Wir haben mit diesen Zeitzeuginnen über ihre Arbeitsbiografien gesprochen und warum sie seit Jahren ehrenamtlich den Fortbestand dieses einzigartigen Waschmittelmuseums Deutschlands absichern. Ob das auch noch in den Folgejahren möglich sein wird, steht leider keinesfalls fest.





Weiteren industriegeschichtlichen Spuren kann auch an unseren FrauenOrten in Dessau-Roßlau (Bauhaus Dessau und Stadtmuseum), Diesdorf (Altmark), Weißenfels und Wolfen gefolgt werden!


Das Weißenfelser Schuhmuseum mit sowohl Mode- als auch Industriegeschichte wird in der Podcast-Folge des Museumsverbandes Sachsen-Anhalt „Schuhe! – Industriekultur und Schuhproduktion in Weißenfels -Von den FlipFlops der Pharaonen zu Designerschuhen“ näher vorgestellt.

























