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FrauenOrte – Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt

Liebe Gäste unserer FrauenOrte-Homepage,

(c) Evangelische Stiftung Neinstedt

Unsere FrauenOrte Sachsen-Anhalts sind auch bei Facebook und Instagram zu finden. Das Teilen mit anderen Interessierten ist dabei ausdrücklich erwünscht!

–> Rubrik „FrauenOrt.der.Woche“ KW 41 = Der Name Nathusius ist in Sachsen-Anhalt bis heute unter den verschiedensten Aspekten vielen ein Begriff. Nachdem im Januar d.J. bereits über Johanne Philippine berichtet wurde, gibt es in dieser Woche nun einen Gastbeitrag zu Marie Nathusius. Dort ist u.a. zu lesen, was sie mit der Gründung eines Knabenrettungs- und Brüderhauses (am 15.Oktober 1850) und mit Hoffmann von Fallersleben sowie dem heute allgemein bekannten Kinderlied „Alle Vögel sind schon da“ zu tun hat.

(c) Evangelisches Zentrum Kloster Drübeck | Fotostudio Ulrich Schrader Halberstadt

An der „Straße der Romanik“ den „Gartenträumen“ und „FrauenOrten“ Sachsen-Anhalts begegnen– das können Sie am Sonntag, 24.Oktober ab 15:30 Uhr!
Seit 2008 gehört das geschichtsträchtige Kloster Drübeck zu den ausgewiesenen FrauenOrten Sachsen-Anhalts mit seiner wechselvollen Historie ab Erwähnung im Jahre 960, die immer eng mit Frauenschicksalen  – ob im Kloster, Damenstift oder Erholungsheim – verbunden war. Am diesem Sonntagnachmittag wird im Evangelischen Zentrum Kloster Drübeck im Klostergarten -mit Blick auf die romanische Kirche St. Vitus (s. Foto) – die mit Landesmitteln erneuerte FrauenOrte-Tafel öffentlich eingeweiht. Im Rahmen des spirituellen Klosterherbstes können Sie sich danach einer „Meditativen Führung durch die historischen Klostergärten“ anschließen. Margrit Hottenrott, ausgebildete Wanderleiterin und Benediktiner–Oblatin, begibt sich mit Geschichten und Gedichten auf die Spuren der mittelalterlichen Mystik. Infos siehe https://kloster-druebeck.de/klosterfuehrungen/

HAPPY BIRTHDAY, #frauenorte-der-podcast! Die „Geschichten hinter den Tafeln“ können nun schon seit über einem Jahr über den Web-Link oder (fast) überall wo es Podcasts gibt, angehört werden. Das Komplettverzeichnis gibt´s unter der Rubrik Neuerscheinungen.
In Folge Nr. 14 lassen wir die „Puppen tanzen“, nein besser, während eines Rundgangs fachkundig über sie erzählen: Kuratorin Kristin Gerth vom Stadtmuseum Naumburg führt durch die NEUE Dauerausstellung „Sammlung Käthe Kruse“ in Bad Kösen und erzählt Erstaunliches über deren ungewöhnliche Biographie -von der Theaterschauspielerin und heimischen Puppenschöpferin zur Arbeitergeberin und Marketingfachfrau, die sich erfolgreich gegen Plagiate wehrte. Es bedeutete auch für die sieben Kinder der Geschäftsfrau einen frühen Einstieg in den Familienbetrieb, wobei sie durchaus Unterschiede bei den Söhne und Töchter machte. Und welches Kösener Plüschtier bei mir auf der Zuckertüte thronte, wird auch verraten…

Natürlich lässt sich ein Museumsbesuch verbinden mit erholsamen Herbstspaziergängen an gesunder Sole-Luft in den Kuranlagen und / oder vielfältigen sportlichen Aktivitäten wie Radeln entlang bzw. Bootfahren auf der Saale im Burgenlandkreis und der übrigen wunderschönen Saale-Unstrut-Region! https://www.saale-unstrut-tourismus.de/

Sendung vom 13.02.2021

PRESSESCHAU“:
Für einen Besuch „von der heimischen Couch aus“ eignen sich die tollen TV-Beiträge bei 3sat und mdr Sachsen-Anhalt vom Jahresanfang (Mediathek-Links siehe Neuerscheinungen). Wobei auch Bad Kösen allerdings noch im dicksten Winterkleid zu sehen ist!

Historisch interessierte und engagierte Menschen in Sachsen-Anhalt finden Unterstützung beim Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e. V. (LHB), er “ … ist ein von der Staatskanzlei/Ministerium für Kultur institutionell geförderter Dachverband, Interessenvertreter und Koordinator vieler Orts-, Heimat- und Interessenvereine sowie interessierter Persönlichkeiten, die sich auf lokaler, regionaler und Landesebene der Erforschung, der Pflege, dem Schutz und der Gestaltung des heimatlichen Lebensraumes widmen.“ (Quelle: lhbsa-Webseite).

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön dafür, dass sich unsere FrauenOrte in dessen aktuellen Ausgabe des „Sachsen-Anhalt-Journal“ (Nr. 3/2021) als „Orte der Gemeinschaft“ präsentieren dürfen! Die Onlinefassung des Journals mit einer Artikel-Auswahl u.a. zu den FrauenOrten finden Sie hier : http://lhbsa.de/angebot/publikationen/sachsen-anhalt-journal/ Viel Spaß beim Entdecken!

Einen möglichst goldenen Oktober wünscht Ihnen

Anke Triller
(Koordinatorin
FrauenOrte Sachsen-Anhalt)


Zur Beachtung: Hier geht es zu den aktuellen landesweiten Bestimmungen in Sachsen-Anhalt für einen Tourismus:sicher und verantwortungsvoll und auch, wie mensch wieder prima #reisebewusst unterwegs sein kann. https://sachsen-anhalt-tourismus.de/ Dort finden Sie auch die aktuellen Corona-​Eindämmungsverordnungen.

Am besten informieren Sie sich bitte vorab bezüglich Öffnung von Museen und Ausstellungen auf den jeweiligen FrauenOrte-Seiten bzw. mittels weiterführender Links.

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Was sind FrauenOrte?
Das Land Sachsen-Anhalt als Ausstellungsort begreifend, werden Orte vorgestellt, die Lebenswirklichkeiten und/oder Lebensentwürfe von und für Frauen in unterschiedlichen zeitlichen Bezügen reflektieren. Entweder über einen biografischen oder über einen örtlichen Zugang ermöglichen sie es, Frauengeschichte zu erfahren, wahrzunehmen und sichtbar (er) werden zu lassen. Mehr noch: auf Bürgerbeteiligung setzend, entstand vor über 20 Jahren ein Netzwerk, das gleichermaßen individuelle wie gemeinschaftliche Spurensuche nach Frauengeschichte als unabdingbaren Bestandteil unserer Landesgeschichte befördert.

Wo gibt es FrauenOrte in Sachsen-Anhalt?

In mittlerweile 37 Städten und Gemeinden sind sie an den einheitlich gestalteten Tafeln mit dem rot-grünen Logo auf grauem Hintergrund erkennbar. Von der Altmark bis zum Burgenlandkreis spannen die 52 FrauenOrte Sachsen-Anhalts einen zeitlichen Bogen von ca. eintausend Jahren Geschichte mit regionalem Bezug und sind beliebig zu ergänzen. Sie werden darüberhinaus durch die zweibändige Publikation „FrauenOrte -Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt“ thematisch vernetzt.

Das Projekt war bundesweit das erste seiner Art, richtet sich gleichermaßen an alle Geschlechter und beschritt hinsichtlich der Darstellung von regionaler Frauengeschichte als Teil unserer Landesgeschichte Neuland. Inzwischen wurde die Idee auch in Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen und Thüringen aufgegriffen.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Stöbern auf den Seiten unserer „FrauenOrte“. Entdecken Sie Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt und lassen Sie sich anregen, Frauengeschichte(n) zu erfahren und zu erleben. 

Anke Triller
(Koordinatorin FrauenOrte Sachsen-Anhalt)

Zur Projektgeschichte:
Die Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover war für Viele Ansporn und Motor zugleich, zahlreiche Projekte zu entwickeln und umzusetzen. Auch in unserem Bundesland Sachsen-Anhalt. Hier entstand seit Mitte der 1990er Jahre mit Bitterfeld/ Wolfen – Dessau und der Lutherstadt Wittenberg eine Korrespondenzregion, in der mit Unterstützung oder initiiert durch die landeseigene Expo Sachsen-Anhalt GmbH zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht und umgesetzt wurden, darunter auch beeindruckende Ausstellungsprojekte zur Geschichte unserer Region.

Vor diesem Hintergrund engagierten sich auch Frauen mit dem Ziel, Frauenbeteiligung und Fraueninteressen in diesem Prozess zu sichern. Vereinsfrauen, Gleichstellungsbeauftragte, Einzelpersonen, Politikerinnen, Gewerkschafterinnen fanden als Sachsen-Anhalt-Frauen-Initiativ-Runde = kurz: SAFIR zusammen und begleiteten als Frauenarbeitskreis die Arbeit der Expo Sachsen-Anhalt GmbH.

Wiederholt stellten sie fest, dass weibliches Engagement in der Geschichtsschreibung und im öffentlichen Bewusstsein kaum seinen Niederschlag findet. Vor allem deshalb regten die SAFIR-Frauen an, Frauengeschichte zum Gegenstand eines eigenständigen Projektes zu machen. So entstand das Projekt „FrauenOrte – Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt“, das Frauengeschichte stärker ins öffentliche Bewusstsein rückt und sie zugleich als immanenten Bestandteil unserer Landesgeschichte erlebbar werden lässt.

Das Projekt „FrauenOrte – Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt“ wurde von 2001 bis 2007 als Landesprojekt zunächst in der Trägerschaft des Courage e.V. Halle und dann der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg – gefördert durch das Ministerium für Gesundheit und Soziales und das Kultusministerium – weitergeführt. Im Mai 2006 gründete sich der FrauenOrte Sachsen-Anhalt e.V. zur Unterstützung des bestehenden Netzwerkes, der sich inzwischen wieder aufgelöst hat.

Seit 01.09.2019 wird das Netzwerk durch die Arbeit der Koordinierungsstelle beim Courage e.V. Halle unterstützt, gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitales bzw. seit 16.09.2021 durch das neue Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt.