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FrauenOrte – Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt

Liebe Gäste unserer FrauenOrte-Hompage,

… ermöglichte es vielerorts hinter die Fassaden zu schauen. Bundesweiter Start war übrigens am 12.09.2021 in Sachsen-Anhalt, wo am Wochenende rund um unseren Katharina-von-Bora-FrauenOrt in der Lutherstadt Wittenberg ein umfangreiches Begleitprogramm geboten wurde. Aber auch an anderen authentischen Orten gab es verschiedene Angebote z.B.

–> Die Sonderführungen in Halle (Saale) zur 270 jährigen Geschichte des Jenaischen Freiweltliches Adeliges Fräuleinstiftes führten über 100 Gäste zu authentischen Stifts-Orten (Rathausstraße15 und Dom zu Halle) und zeigten Sachzeugnisse im Stadtmuseum (Große Märkerstr.10).

Im Rahmen des Heimatstipendium #2- Programmes der Gegenwartskunst waren 10 Künstler*innen 12 Monate in 10 Museen und Gedenkstätten zu Gast. Die Ergebnisse lassen sich in der @kunststiftung_sachsenanhalt in Halle in einem Überblick (noch bis 24.10.) und in Sonderausstellungen vor Ort besichtigen. http://www.heimatstipendium.kunststiftung-sachsen-anhalt.de

Besonderes Dankeschön an die zwei Künstlerinnen Petra Reichenbach und Mareen Alburg Duncker, die unsere zwei Gedenkstätten in den FrauenOrten in Prettin (EÖ am Sa, 11.09., 15 Uhr) bzw. Bernburg (EÖ am Sa, 20.11., 11 Uhr) mit ihrer Sicht bereichern!

Unsere FrauenOrte Sachsen-Anhalts sind auch bei Facebook und Instagram zu finden
–> Rubrik „FrauenOrt.der.Woche“ KW 35 = informiert über deren Projekte.
Das Teilen mit anderen Interessierten ist dabei ausdrücklich erwünscht!

HAPPY BIRTHDAY, #frauenorte-der-podcast! Die „Geschichten hinter den Tafeln“ können nun schon seit einem Jahr über den Web-Link oder (fast) überall wo es Podcasts gibt, angehört werden. Das Komplettverzeichnis gibt´s unter der Rubrik Neuerscheinungen.

In der aktuellen Folge Nr. 13 erzählt Oberin Sr. Elisabeth, vom Diakonissen-Mutterhaus in Halle, wie sie als Tochter aus nichtkirchlichem Haus zur Diakonisse und späteren Führungskraft im Krankenhaus wurde. Ein sehr persönliches Zeitzeugnis von 85 Lebensjahren über Kriegs-, DDR- und Wendezeiten hinweg und auch vom Entstehen und absehbaren Verschwinden „des Berufes“ Diakonissin. Am Schluss wird noch verraten, wie der Oberin die Rettung des hinter ihr abgebildeten Kachelreliefs (im Krankenhaus-Hauptfoyer) gelang.

Bummeln und verweilen im Grünen können Einheimische und Gäste jederzeit; beispielsweise in Burg bei Magdeburg, Drübeck (Ilsenburg), Magdeburg, Oranienbaum oder Sangerhausen- quasi „Frauengeschichte-to-Go“ 😉 ! –> s. unsere „Tipps“ auch für SOMMERFERIEN-Ausflüge in der Rubrik Touristische Anregungen

Sendung vom 13.02.2021

PRESSESCHAU“:
Für einen Besuch „von der heimischen Couch aus“ eignen sich die tollen TV-Beiträge bei 3sat und mdr Sachsen-Anhalt vom Jahresanfang (Mediathek-Links siehe Neuerscheinungen).

Kommen Sie gesund durch den Sommer wünscht Ihnen

Anke Triller
(Koordinatorin
FrauenOrte Sachsen-Anhalt)



Zur Beachtung: Hier geht es zu den aktuellen landesweiten Bestimmungen in Sachsen-Anhalt für einen Tourismus:sicher und verantwortungsvoll und auch, wie mensch wieder prima #reisebewusst unterwegs sein kann. https://sachsen-anhalt-tourismus.de/

Die aktuellen Corona-​Eindämmungsverordnungen erlauben vielerorts wieder mehr touristische Angebote und die Öffnung von Museen und Ausstellungen. Bitte informieren Sie sich über die aktuellen Bedingungen vorab (s. Link auf den jeweiligen FrauenOrte-Seiten).

* * *

Was sind FrauenOrte?
Das Land Sachsen-Anhalt als Ausstellungsort begreifend, werden Orte vorgestellt, die Lebenswirklichkeiten und/oder Lebensentwürfe von und für Frauen in unterschiedlichen zeitlichen Bezügen reflektieren. Entweder über einen biografischen oder über einen örtlichen Zugang ermöglichen sie es, Frauengeschichte zu erfahren, wahrzunehmen und sichtbar (er) werden zu lassen. Mehr noch: auf Bürgerbeteiligung setzend, entstand vor über 20 Jahren ein Netzwerk, das gleichermaßen individuelle wie gemeinschaftliche Spurensuche nach Frauengeschichte als unabdingbaren Bestandteil unserer Landesgeschichte befördert.

Wo gibt es FrauenOrte in Sachsen-Anhalt?

In mittlerweile 37 Städten und Gemeinden sind sie an den einheitlich gestalteten Tafeln mit dem rot-grünen Logo auf grauem Hintergrund erkennbar. Von der Altmark bis zum Burgenlandkreis spannen die 52 FrauenOrte Sachsen-Anhalts einen zeitlichen Bogen von ca. eintausend Jahren Geschichte mit regionalem Bezug und sind beliebig zu ergänzen. Sie werden darüberhinaus durch die zweibändige Publikation „FrauenOrte -Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt“ thematisch vernetzt.

Das Projekt war bundesweit das erste seiner Art, richtet sich gleichermaßen an alle Geschlechter und beschritt hinsichtlich der Darstellung von regionaler Frauengeschichte als Teil unserer Landesgeschichte Neuland. Inzwischen wurde die Idee auch in Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen und Thüringen aufgegriffen.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Stöbern auf den Seiten unserer „FrauenOrte“. Entdecken Sie Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt und lassen Sie sich anregen, Frauengeschichte(n) zu erfahren und zu erleben. 

Anke Triller
(Koordinatorin FrauenOrte Sachsen-Anhalt)

Zur Projektgeschichte:
Die Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover war für Viele Ansporn und Motor zugleich, zahlreiche Projekte zu entwickeln und umzusetzen. Auch in unserem Bundesland Sachsen-Anhalt. Hier entstand seit Mitte der 1990er Jahre mit Bitterfeld/ Wolfen – Dessau und der Lutherstadt Wittenberg eine Korrespondenzregion, in der mit Unterstützung oder initiiert durch die landeseigene Expo Sachsen-Anhalt GmbH zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht und umgesetzt wurden, darunter auch beeindruckende Ausstellungsprojekte zur Geschichte unserer Region.

Vor diesem Hintergrund engagierten sich auch Frauen mit dem Ziel, Frauenbeteiligung und Fraueninteressen in diesem Prozess zu sichern. Vereinsfrauen, Gleichstellungsbeauftragte, Einzelpersonen, Politikerinnen, Gewerkschafterinnen fanden als Sachsen-Anhalt-Frauen-Initiativ-Runde = kurz: SAFIR zusammen und begleiteten als Frauenarbeitskreis die Arbeit der Expo Sachsen-Anhalt GmbH.

Wiederholt stellten sie fest, dass weibliches Engagement in der Geschichtsschreibung und im öffentlichen Bewusstsein kaum seinen Niederschlag findet. Vor allem deshalb regten die SAFIR-Frauen an, Frauengeschichte zum Gegenstand eines eigenständigen Projektes zu machen. So entstand das Projekt „FrauenOrte – Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt“, das Frauengeschichte stärker ins öffentliche Bewusstsein rückt und sie zugleich als immanenten Bestandteil unserer Landesgeschichte erlebbar werden lässt.

Das Projekt „FrauenOrte – Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt“ wurde von 2001 bis 2007 als Landesprojekt zunächst in der Trägerschaft des Courage e.V. Halle und dann der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg – gefördert durch das Ministerium für Gesundheit und Soziales und das Kultusministerium – weitergeführt. Im Mai 2006 gründete sich der FrauenOrte Sachsen-Anhalt e.V. zur Unterstützung des bestehenden Netzwerkes, der sich inzwischen wieder aufgelöst hat.

Seit 01.09.2019 wird das Netzwerk durch die Arbeit der Koordinierungsstelle beim Courage e.V. Halle unterstützt, gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt.