Zum Inhalt springen

Sie befinden sich hier:

FrauenOrte – Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt

Liebe Gäste unserer FrauenOrte-Hompage,

  • Zur Beachtung: Auch in Sachsen-​Anhalt greifen zahlreiche Lockerungen in Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die Inzidenz unter 100 bzw. 50 Corona-​Infektionen pro 100.000 Einwohnern liegt. Die aktuelle Corona-​Eindämmungsverordnung des Landes erlaubt vielerorts deutlich mehr touristische Angebote und die Öffnung von Museen und Ausstellungen. Bitte informieren Sie sich über die aktuellen Bedingungen vorab (s. Link auf den jeweiligen FrauenOrte-Seiten).
  • Die Parks und Gärten rund um unsere FrauenOrte laden gerade im Frühsommer Einheimische und Gäste beispielsweise in Burg, Dessau-Roßlau, Drübeck (Ilsenburg), Magdeburg, Merseburg, Sangerhausen oder auch in Zerben im Jerichower Land jederzeit zum Bummeln an der frischen Luft ein – quasi „Frauengeschichte-to-Go“ 😉 ! –> s. auch unsere „Tipps“ in der Rubrik Touristische Anregungen
  • Zum Vormerken: am ersten Juli-Wochenende finden wieder Live-Veranstaltungen an unseren FrauenOrten in Gernrode (Sa, 3.Juli ab 15:00 Uhr) und Köthen (So, 4.Juli ab 15:30 Uhr) statt! Infos folgen, auch auf Facebook.

  • Willkommen 52.FrauenOrt Sachsen-Anhalts! Mit der Etablierung der Wirkungsstätte der „Kongregation der Schwestern von der heiligen Elisabeth“ als nunmehr 52. FrauenOrt Sachsen-Anhalts wird demnächst mit der Tafelaufstellung an authentischen Orten ein weiteres Kapitel Frauengeschichte öffentlich sichtbar gemacht.
  • Die FrauenOrte Sachsen-Anhalt sind außerdem auf Facebook und Instagram zu finden –> Das Teilen z.B. der aktuellen Rubrik „FrauenOrt.der.Woche“ mit anderen Interessierten ist dabei ausdrücklich erwünscht!
Sendung vom 13.02.2021
  • Besuchen Sie auf den virtuellen Stadtrundgängen des offiziellen Reiseland Sachsen-Anhalt Youtube-Channel unser #echtschoensachsenanhalt und schauen dann auf unserer Karte unter dem Menüpunkt FrauenOrte nach der nächstgelegenen Tafel.
  • Für einen Besuch „von der heimischen Couch aus“ eignen sich die tollen TV-Beiträge bei 3sat und mdr Sachsen-Anhalt vom Februar d.J. (Mediathek-Links siehe Neuerscheinungen).

Die „Geschichten hinter den Tafeln“ können über den Web-Link oder (fast) überall wo es Podcasts gibt, angehört werden. Das Komplettverzeichnis gibt´s unter der Rubrik Neuerscheinungen.

Die zehnte Episode erzählt, was die jüngste Tochter so treffend formulierte: „Ohne Jenny, kein Karl!“ (s. Tussy-Marx-Biografie von Eva Weissweiler). FrauenOrte-Koordinatorin Anke Triller spricht online mit örtlichen Akteuren aus Salzwedel und der Regionalleiterin der Rosa-Luxemburg-Stiftung u.a. darüber, wie in der Geburtsstadt der „Ballkönigin“ an die „Herzensjenny“ von „Schwarzwildchen“ erinnert wird, die zeitlebens so viel mehr als nur „DIE FRAU VON Karl Marx“ war …

Kommen Sie gesund durch den Juni wünscht Ihnen

Anke Triller
(Koordinatorin FrauenOrte Sachsen-Anhalt)

PS: Hier geht es zu den aktuellen Bestimmungen in Sachsen-Anhalt für einen Tourismus:sicher und verantwortungsvoll und auch, wie mensch wieder prima #reisebewusst unterwegs sein kann. https://sachsen-anhalt-tourismus.de/

* * *

Was sind FrauenOrte?
Das Land Sachsen-Anhalt als Ausstellungsort begreifend, werden Orte vorgestellt, die Lebenswirklichkeiten und/oder Lebensentwürfe von und für Frauen in unterschiedlichen zeitlichen Bezügen reflektieren. Entweder über einen biografischen oder über einen örtlichen Zugang ermöglichen sie es, Frauengeschichte zu erfahren, wahrzunehmen und sichtbar (er) werden zu lassen. Mehr noch: auf Bürgerbeteiligung setzend, entstand vor über 20 Jahren ein Netzwerk, das gleichermaßen individuelle wie gemeinschaftliche Spurensuche nach Frauengeschichte als unabdingbaren Bestandteil unserer Landesgeschichte befördert.

Wo gibt es FrauenOrte in Sachsen-Anhalt?

In mittlerweile 37 Städten und Gemeinden sind sie an den einheitlich gestalteten Tafeln mit dem rot-grünen Logo auf grauem Hintergrund erkennbar. Von der Altmark bis zum Burgenlandkreis spannen die 52 FrauenOrte Sachsen-Anhalts einen zeitlichen Bogen von ca. eintausend Jahren Geschichte mit regionalem Bezug und sind beliebig zu ergänzen. Sie werden darüberhinaus durch die zweibändige Publikation „FrauenOrte -Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt“ thematisch vernetzt.

Das Projekt war bundesweit das erste seiner Art, richtet sich gleichermaßen an alle Geschlechter und beschritt hinsichtlich der Darstellung von regionaler Frauengeschichte als Teil unserer Landesgeschichte Neuland. Inzwischen wurde die Idee auch in Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen und Thüringen aufgegriffen.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Stöbern auf den Seiten unserer „FrauenOrte“. Entdecken Sie Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt und lassen Sie sich anregen, Frauengeschichte(n) zu erfahren und zu erleben. 

Anke Triller
(Koordinatorin FrauenOrte Sachsen-Anhalt)

Zur Projektgeschichte:
Die Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover war für Viele Ansporn und Motor zugleich, zahlreiche Projekte zu entwickeln und umzusetzen. Auch in unserem Bundesland Sachsen-Anhalt. Hier entstand seit Mitte der 1990er Jahre mit Bitterfeld/ Wolfen – Dessau und der Lutherstadt Wittenberg eine Korrespondenzregion, in der mit Unterstützung oder initiiert durch die landeseigene Expo Sachsen-Anhalt GmbH zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht und umgesetzt wurden, darunter auch beeindruckende Ausstellungsprojekte zur Geschichte unserer Region.

Vor diesem Hintergrund engagierten sich auch Frauen mit dem Ziel, Frauenbeteiligung und Fraueninteressen in diesem Prozess zu sichern. Vereinsfrauen, Gleichstellungsbeauftragte, Einzelpersonen, Politikerinnen, Gewerkschafterinnen fanden als Sachsen-Anhalt-Frauen-Initiativ-Runde = kurz: SAFIR zusammen und begleiteten als Frauenarbeitskreis die Arbeit der Expo Sachsen-Anhalt GmbH.

Wiederholt stellten sie fest, dass weibliches Engagement in der Geschichtsschreibung und im öffentlichen Bewusstsein kaum seinen Niederschlag findet. Vor allem deshalb regten die SAFIR-Frauen an, Frauengeschichte zum Gegenstand eines eigenständigen Projektes zu machen. So entstand das Projekt „FrauenOrte – Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt“, das Frauengeschichte stärker ins öffentliche Bewusstsein rückt und sie zugleich als immanenten Bestandteil unserer Landesgeschichte erlebbar werden lässt.

Das Projekt „FrauenOrte – Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt“ wurde von 2001 bis 2007 als Landesprojekt zunächst in der Trägerschaft des Courage e.V. Halle und dann der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg – gefördert durch das Ministerium für Gesundheit und Soziales und das Kultusministerium – weitergeführt. Im Mai 2006 gründete sich der FrauenOrte Sachsen-Anhalt e.V. zur Unterstützung des bestehenden Netzwerkes, der sich inzwischen wieder aufgelöst hat.

Seit 01.09.2019 wird das Netzwerk durch die Arbeit der Koordinierungsstelle beim Courage e.V. Halle unterstützt, gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt.