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FrauenOrte – Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt

Liebe Gäste, herzlich willkommen bei unserem FrauenOrte-Projekt!
Hier können Sie in über eintausend Jahre sachsen-anhaltische Frauengeschichte(n) eintauchen …

Auch dieses Jahr warten spannende Begegnungen an interessanten Plätzen rund um unsere FrauenOrte auf Sie (Terminvorschau s.u.). 👉 Unser Tipp: vor dem Besuch an unseren FrauenOrten schon einmal online „hin-schauen bzw. -hören“.

Auf unserem FrauenOrte Sachsen-Anhalt YouTube-Kanal kann mensch >>FrauenOrte – eine Entdeckungsreise durch Sachsen-Anhalt<< unternehmen, sich zur Geschichte von Kindergarten & Co. informieren.

FrauenZimmerGeschichte(n): Stadtrundgang in Wort und Klang

Hier in diesem Video lassen sich Anregungen aus Halle (Saale) für geführte Stadttouren holen.
Bleiben Sie neugierig und entdecken Sie auch die Rundgänge z.B. durch Dessau-Roßlau, Köthen, Quedlinburg, Tangermünde oder Weißenfels!

„Happy Birthday! Das Grundgesetz der BRD wird 75!“ Gemeinsam mit RLS Sachsen-Anhalt e.V., Courage e.V. und FrauenOrten Sachsen-Anhalt organisierte die VHS Halle (Saale) zum Thema Gleichstellung, seiner Verankerung und Umsetzung in OST UND WEST mehrere Vorträge im Begleitprogramm: 👉Hier geht es zum Vortragsvideo von Claudia von Gélieu, Politikwissenschaftlerin aus Berlin vom 16. Mai 2024: „Das Werk der Befreiung muss in erster Linie das Werk der Frauen selbst sein. Die Gleichberechtigung im Grundgesetz und ihre Mütter“

TERMINVORSCHAU (Auswahl):

Ausstellungen, Aktionen und Events rund um die FrauenOrte LIVE erleben? Hier sind sie zu finden – in unserem (c) FrauenOrte Sachsen-Anhalt-Kalender . Er wird fortschreibend aktualisiert und um weiterführende Links ergänzt. Bitte beachten auch die Ankündigungen hier auf der Startseite sowie auf den jeweiligen Websites zum FrauenOrt bzw. den kooperierenden Institutionen.


👉 Industriekulturelle und künstlerische FrauenGeschichte(n) erzählt das OSTEN FESTIVAL auch am dritten und letzten Festivalwochenende vom 14. bis 16. JUNI im Festivalgelände an der Alten Feuerwache und rund um unseren Wolfener FrauenOrt ifm. Mit einem Theater-Truck macht die Veranstaltungsreihe DIE KUNST, VIELE ZU BLEIBEN des Fonds Darstellende Künste am Freitag, ab 14 Uhr im Festivalzentrum Station und fragt, was es heißt, Kunst in einem polarisierten politischen Klima zu machen. Darüber hinaus laden ein Workshop, ein Baggerballett, ein inklusives Puppentheater und ein Punkkonzert zum Nachdenken und Diskutieren über Kunstfreiheit und Demokratie ein.

👉 Am 13. Juni vor 499 Jahren sorgte die Hochzeit eines ehemaligen Mönchs und einer entlaufenen Nonne für großes Aufsehen. In der Lutherstadt Wittenberg ist die „Promi-Hochzeit“ Anlass für ein STADFEST-Wochenende. Im Stadtgebiet laden zehn thematische Erlebniswelten an Original-Schauplätzen zum Tanzen, Speisen, Spielen und Erleben ein z.B. Freitag, 14. Juni zur 17ten Stund: Eröffnungszeremonie mit Einzug der entflohenen Nonnen aus dem Kloster Nimbschen.


👉 30. Frauenfest Samstag, 15. Juni im Kloster Helfta: Einladung zur Tafel-Ausstellung und zum Gespräch (13:15 Uhr) über historische Frauen und ihre Netzwerke Was haben Kaiserin Theophanu (10. Jhd.), Elisabeth von Thüringen (13. Jhd.) und Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst (18. Jhd.) gemeinsam?  Was waren typisch weibliche Rollen, welche Alternativen boten sich? Welche Frauen-Netzwerke sind aus früheren Jahrhunderten überliefert und wie sieht es heute mit der gesellschaftlichen Teilhabe von Frauen aus?


„Die Geschichten hinter den Tafeln“ bekommen bei uns eine EXTRA-Hör-Bühne! Sie werden im #frauenorte-der-podcast erzählt und können über unseren Web-Player oder (fast) überall wo es Podcasts gibt, gehört werden. Einzelne Folgen werden im o.g. YouTube-Kanal bereitgestellt.
Übrigens Ähnlichkeiten unseres Covermodels für die Podcast-Postkarte mit der ersten promovierten Ärztin Deutschlands sind rein zufällig 😉 Nun wurde zu ihrem 270. Promotionsjubiläum am 12. Juni eine eigene Folge produziert …
👉 🎧 Podcasttipp #1:

Folge Nr. 34 zu Dorothea Christiana Erxleben , der Ärztin mit normalem Ausnahme-Leben. Danke an Brigitte Meixner, Museumsfachfrau im Ruhestand, für den gemeinsamen Hör-Rundgang durch das von ihr kuratierte ERXLEBENzimmer in der „Prominenten-WG“ des Quedlinburger Klopstockhauses. Jede Menge Förderer, Liebeserklärungen und preußische Königsgeschichte(n) sind inklusive!
EXTRA-Tipp: Anfang Juli 2024 wird hier auch Klopstock300 groß gefeiert. Nicht die Gelegenheit verpassen, am 1. Juli, 16 Uhr beim Stadtrundgang auf seinen Spuren auch der Doktorin und anderen Quedlinburgerinnen des 18. Jahrhunderts zu begegnen!

👉🎧 Podcasttipp #2: der Reiseland-Sachsen-Anhalt Podcast-Beitrag (Staffel 4 Folge 5) bietet einen Projekt-Überblick zu unseren FrauenOrten.


Es grünt, so grün … mehr als EINE gute Gelegenheit, einen Spaziergang rund um unsere FrauenOrte zu planen! Hier ein paar Foto-Inspirationen:


Karten-Titelblatt

Vielleicht ist schon die eine oder andere Anregung für Urlaubspläne dabei, um #echtschoensachsenanhalt zu erkunden?
Nutzen Sie gern die Touristische Übersichtskarte zu unseren 52 FrauenOrten in 37 Städten und Gemeinden in ganz Sachsen-Anhalt! Unter der –> Rubrik FrauenOrte Überblick können Sie sich einen solchen verschaffen oder auch ganz gezielt nach den Angeboten und Ansprechpartner*innen vor Ort suchen. Die Karte ist downloadbar und somit auch offline nutzbar bzw. liegt vielerorts aus.

Hier geht es zu einer fünftägigen Radreise-Empfehlung, um im gesündesten Sinne des Wortes in der WelterbeRegion Anhalt-Dessau-Wittenberg an sechs FrauenOrten #frauengeschichte_erFAHREN zu können! Noch mehr thematische Tourenvorschläge gewünscht? Dann bitte hier „abbiegen“ 🙂

An vielen Stellen in Sachsen-Anhalt kreuzen (oder besser: ergänzen!) sich unsere FrauenOrte und die Stationen der touristischen Themenverbünde Gartenträume, Straße der Romanik und Lutherweg in Sachsen-Anhalt – schauen Sie deshalb gern hier einmal vorbei :

Gartenträume oder auf der beliebten FerienrouteStraße der Romanik! (Zu letzterer gibt es ebenfalls ganz aktuell einen 👉 #Museumslauschen 2.0-Podcast zu hören)

Auch Pilgern und Wandern liegen im Trend: 530 Kilometer Lutherweg führen durch Sachsen-Anhalt. Seine Süderweiterung im Geopark SAALE-UNSTRUT-TRIASLAND lädt zu SIEBEN NEUEN Stationen ein. Auf dem Weg von Luthers Geburtsstadt Eisleben bis zum Naumburger Dom laden auch zwei unserer FrauenOrte – Kloster St. Marien zu Helfta (Stempelstelle Nr. 57) sowie die Neuenburg (mit der der Heiligen Elisabeth geweihten Doppelkapelle, Aufenthalt von Elisabeth von Thüringen ist für 1224/ 25 urkundlich belegt) zur Einkehr ein.


Für Ihre Fragen und Anmerkungen – z.B. per Mail an info@frauenorte.net – stehe ich gern zur Verfügung. Bleiben Sie schön neugierig und kommen gesund und munter durch die Sommerzeit wünscht

Anke Triller
(Koordinatorin
FrauenOrte Sachsen-Anhalt)


Zur Beachtung: Hier geht es zu weiteren Tourismus-Informationen für Sachsen-Anhalt. Bitte informieren Sie sich bezüglich Öffnung und Besucherhinweisen von Museen und Ausstellungen auf den jeweiligen FrauenOrte-Seiten bzw. mittels weiterführender Links.

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Was sind FrauenOrte?
Das Land Sachsen-Anhalt als Ausstellungsort begreifend, werden Orte vorgestellt, die Lebenswirklichkeiten und/oder Lebensentwürfe von und für Frauen in unterschiedlichen zeitlichen Bezügen reflektieren. Entweder über einen biografischen oder über einen örtlichen Zugang ermöglichen sie es, Frauengeschichte zu erfahren, wahrzunehmen und sichtbar (er) werden zu lassen. Mehr noch: auf Bürgerbeteiligung setzend, entstand vor über 20 Jahren ein Netzwerk, das gleichermaßen individuelle wie gemeinschaftliche Spurensuche nach Frauengeschichte als unabdingbaren Bestandteil unserer Landesgeschichte befördert.

Wo gibt es FrauenOrte in Sachsen-Anhalt?

In mittlerweile 37 Städten und Gemeinden sind sie an den einheitlich gestalteten Tafeln mit dem rot-grünen Logo auf grauem Hintergrund erkennbar. Von der Altmark bis zum Burgenlandkreis spannen die 52 FrauenOrte Sachsen-Anhalts einen zeitlichen Bogen von über eintausend Jahren Geschichte mit regionalem Bezug und sind beliebig zu ergänzen. Sie werden darüberhinaus durch die zweibändige Publikation „FrauenOrte -Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt“ thematisch vernetzt.

Zur Projektgeschichte:
Das Projekt war bundesweit das erste seiner Art, richtet sich gleichermaßen an alle Geschlechter und beschritt zu Beginn der 2000er hinsichtlich der Darstellung von regionaler Frauengeschichte als Teil unserer Landesgeschichte Neuland. Inzwischen wurde die Idee landesweit auch in Brandenburg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Schleswig-Holstein sowie lokal in Freiburg i.Br., München und in Teilen Thüringens aufgegriffen.

Die Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover war für Viele Ansporn und Motor zugleich, zahlreiche Projekte zu entwickeln und umzusetzen. Auch in unserem Bundesland Sachsen-Anhalt. Hier entstand seit Mitte der 1990er Jahre mit Bitterfeld/ Wolfen – Dessau und der Lutherstadt Wittenberg eine Korrespondenzregion, in der mit Unterstützung oder initiiert durch die landeseigene Expo Sachsen-Anhalt GmbH zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht und umgesetzt wurden, darunter auch beeindruckende Ausstellungsprojekte zur Geschichte unserer Region.

Vor diesem Hintergrund engagierten sich auch Frauen mit dem Ziel, Frauenbeteiligung und Fraueninteressen in diesem Prozess zu sichern. Vereinsfrauen, Gleichstellungsbeauftragte, Einzelpersonen, Politikerinnen, Gewerkschafterinnen fanden als Sachsen-Anhalt-Frauen-Initiativ-Runde = kurz: SAFIR zusammen und begleiteten als Frauenarbeitskreis die Arbeit der Expo Sachsen-Anhalt GmbH.

Wiederholt stellten sie fest, dass weibliches Engagement in der Geschichtsschreibung und im öffentlichen Bewusstsein kaum seinen Niederschlag findet. Vor allem deshalb regten die SAFIR-Frauen an, Frauengeschichte zum Gegenstand eines eigenständigen Projektes zu machen. So entstand das Projekt „FrauenOrte – Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt“, das Frauengeschichte stärker ins öffentliche Bewusstsein rückt und sie zugleich als immanenten Bestandteil unserer Landesgeschichte erlebbar werden lässt.

Das Projekt „FrauenOrte – Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt“ wurde von 2001 bis 2007 als Landesprojekt zunächst in der Trägerschaft des Courage e.V. Halle und dann der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg – gefördert durch das Ministerium für Gesundheit und Soziales und das Kultusministerium – weitergeführt. Im Mai 2006 gründete sich der FrauenOrte Sachsen-Anhalt e.V. zur Unterstützung des bestehenden Netzwerkes, der sich inzwischen wieder aufgelöst hat.

Seit 01.09.2019 wird das Netzwerk durch eine Koordinierungsstelle beim Courage e.V. Halle unterstützt und deren Arbeit durch das Land Sachsen-Anhalt gefördert.