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FrauenOrte – Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt


Ein herzliches Willkommen!

Unser Geschichtsprojekt weihte am 31. Mai 2000 offiziell die erste der prägnanten Tafeln an der KiTa „Rotkäppchen“ in Zörbig ein. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens hieß es in 2025 das ganze Jahr über „FRAUEN.FESTE.FEIERN“
(Infos & Video-Rückblicke hier und mehr zu Projekt-Idee und -geschichte s.u.)

Projektkoordinatorin
Anke Triller
Foto (c) IMG Sachsen-Anhalt

Mit den besten Wünschen für inspirierende Begegnungen der frauengeschichtlichen Art in Sachsen-Anhalt verbleibe ich
mit couragierten Grüßen

Anke Triller

Mein persönlicher Tipp für die Besuchsplanung:
Am besten vor dem Start schon einmal online „(Hin)Schauen bzw. (Rein)Hören“ und via FrauenOrte Sachsen-Anhalt YouTube-Kanal
eine virtuelle FrauenOrte-Entdeckungsreise durch Sachsen-Anhalt“ unternehmen, sich beispielsweise über die Geschichte von Kindergarten & Co. informieren und dann gezielt Ausstellungen, Aktionen und Events rund um die FrauenOrteLIVE erleben siehe (c) FrauenOrte Sachsen-Anhalt-Kalender!


Hier jeweils klicken für eine kleine Auswahl
👉von Veranstaltungen an authentischen Frauen(Geschichts)Orten
(Bitte auch die Ankündigungen auf den einzelnen FrauenOrte-Webseiten bzw. der kooperierenden Institutionen beachten!)

👉 Rund um den 12. April 2026: FrauenGeschichte(n) & Industriekultur entdecken beim Tag der Industriekultur 2026 z.B. in Bad Kösen, Dessau und Weißenfels sowie „bewegte Industriegeschichte“ bei

👉 „21 Takte Leben – Arbeit, Aufbruch und Applaus“ bei den 21. Merseburger DEFA Filmtagen (10.-12. April 2026): DEFA-Spielfilme und Dokumentationen bringen „bewegte und bewegende Geschichte“ aus der industriellen Arbeitswelt der DDR auf die Kino-Leinwand u.a. mit Klassikern wie „Sonnensucher“ (1958/1972 aufgeführt) und „Alle meine Mädchen“ (1980)!
Am Samstag, 11. April 2026 (12:30 Uhr) „Stolz und Eigensinn“ inkl. Filmgespräch mit Protagonistinnen und Regisseur im Domstadtkino Merseburg.

👉 „Für Demokratie unterwegs zu kühnen Frauen“:
bis Oktober 2026 gibt es monatliche Empowerment-Veranstaltungen u.a. mit thematischen Stadtführungen, Vorträgen und Pilgern (s.u. Flyer zum Download; tageweise Anmeldung über den Bistumskalender)

👉 Frauenfest im Kloster Helfta am 13. Juni 2026

👉Johannis im Kloster: am 27. Juni 2026 wird in Drübeck im Harz das Jubiläum 30 Jahre Evangelisches Zentrum Kloster Drübeck mit einem Tag der offenen Pforten gefeiert. Das Team stellt sich den Gästen vor und die Räumlichkeiten, von der Krypta bis zum Turm, sind zu besichtigen.

👉an „Frauen-Ausstellungen“ an diesen Standorten

Die Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“ der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur ermöglicht, sich mit der Rolle und dem Leben von Frauen im geteilten Deutschland seit den 1970er Jahren zu beschäftigen und mit eigenen Erinnerungen zu vergleichen. Möglich ist das z.B.
👉bis 3. Mai 2026 in der Arche Nebra in Wangen mit von der Sonderschau inspiriertem Begleitprogramm:
👉 Vortrag am 18. April 2026: »Geliebte Gemahlinnen. Was wissen wir eigentlich über Editha und Adelheid, die Ehefrauen Ottos des Großen?«
👉 »Goldene Augenblicke – Frauengeschichte(n) von der Bronzezeit bis heute«
-ein Szenentheater am 23. Mai 2026

👉Anlässlich des Gedenkens an das Bauernkriegsgeschehen um 1525 wurden vielerorts zu Frauengeschichte(n) recherchiert. Seit 2025 ist in der neuen Daueraustellung „Alte Münze“ in Stolbergs Stadtmitte der Bittbrief von Ottilie Müntzer geb. von Gersen um Herausgabe des Erbes von ihrem Mann Thomas besichtigen. 👉Auf der Neuenburg in Freyburg/ Unstrut ist etwas zu den Freyburger Spuren des Bauernkrieges und der geheimnisvollen Inschrift in der Doppelkapelle zu erfahren!

👉bis 10. Mai 2026 sind in der Sonderausstellung „Muttermorphose“ im Wittenberger Cranach-Museum dokumentarische Bildobjekte der halleschen Künstlerin Wiebke Kirchner zu sehen. Eine fotografische Perspektive ergänzt die Ausstellung, in einem Gastbeitrag richtet Felicitas Packeiser den Blick auf Künstlerinnen im Balanceakt zwischen Atelier und Alltag. Weitere Infos inkl. Angebote im Begleitprogramm gibt es hier.

#frauenorte-der-podcast : „Die Geschichten hinter den Tafeln“ bekommen bei uns eine EXTRA-Hör-Bühne! Sie können über unseren Web-Player bzw. im o.g. YouTube-Kanal oder (fast) überall wo es Podcasts gibt, angehört werden.

👉 🎧 Podcast-Tipp #1
Folge Nr. 37 „Elisabeth Hauptmann und die Droyßiger Anstalten – im Schatten des Rampenlichts“

👉 🎧 Podcast-Tipp #2
Folge Nr. 36 „Elisabeth von Thüringen – Von Alltag und Wundern auf der Neuenburg im Unstruttal“ Darüber kommen Journalistin und Autorin Caroline Vongries sowie Jörg Peukert, Museumsdirektor der Neuenburg, ins Gespräch.

👉🎧Podcast-Tipp #3:
Die FrauenOrte-Extra-Staffel des Museumsverbandes Sachsen-Anhalt e.V. lässt vergangene & aktuelle Frauen- und Museumsgeschichte hörbar werden und beweist, dass Deutschlands erste Museumsdirektorin Hanna Stirnemann, 1899 im hiesigen Weißenfels (Saale) geboren, taffe Nachfolgerinnen in Sachsen-Anhalt hat wie z.B.
👉 Uta Siebrecht (Luxus fast wie in Versailles – Die Damen von Quedlinburg Ein Schloss als Damenstift),
👉 Dr.in Ute Pott (Anna Luisa Karsch im Gleimhaus Halberstadt– Die erste deutsche Poetry-Slammerin) und
👉 Melanie Engler (FrauenOrt Lichtenburg in Prettin – Das Frauen-KZ im Renaissanceschloss) ❣️

👉🎧 Podcast-Tipp #4:
der Reiseland-Sachsen-Anhalt Podcast-Beitrag (Staffel 4 Folge 5)
bietet einen Projekt-Überblick zu unseren FrauenOrten.


Hier gibt es noch mehr FrauenOrte-Anregungen für Ausflugs- oder Urlaubspläne sowie als Überblick Tourismus-Informationen zu Höhepunkten und Reiseanlässe für einen Besuch in Sachsen-Anhalt.
Bitte informieren Sie sich bezüglich Öffnung und Besucherhinweisen von Museen und Ausstellungen auf den jeweiligen FrauenOrte-Seiten bzw. mittels weiterführender Links.


Was sind FrauenOrte?
Das Land Sachsen-Anhalt als Ausstellungsort begreifend, werden Orte vorgestellt, die Lebenswirklichkeiten und/oder Lebensentwürfe von und für Frauen in unterschiedlichen zeitlichen Bezügen reflektieren. Entweder über einen biografischen oder über einen örtlichen Zugang ermöglichen sie es, Frauengeschichte zu erfahren, wahrzunehmen und sichtbar (er) werden zu lassen. Mehr noch: auf Bürgerbeteiligung setzend, entstand vor 25 Jahren ein Netzwerk, das gleichermaßen individuelle wie gemeinschaftliche Spurensuche nach Frauengeschichte als unabdingbaren Bestandteil unserer Landesgeschichte befördert.

Wo gibt es FrauenOrte in Sachsen-Anhalt?

In mittlerweile 37 Städten und Gemeinden sind sie an den einheitlich gestalteten Tafeln mit dem rot-grünen Logo auf grauem Hintergrund erkennbar. Von der Altmark bis zum Burgenlandkreis spannen die 52 FrauenOrte Sachsen-Anhalts einen zeitlichen Bogen von über eintausend Jahren Geschichte mit regionalem Bezug. Sie werden darüberhinaus durch die zweibändige Publikation „FrauenOrte -Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt“ thematisch vernetzt.

Bundesweite Ausstrahlung: Das Projekt war bundesweit das erste seiner Art, richtet sich gleichermaßen an alle Geschlechter und beschritt zu Beginn der 2000er hinsichtlich der Darstellung von regionaler Frauengeschichte als Teil unserer Landesgeschichte Neuland. Inzwischen wurde die Idee auch in Bayern, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen sowie lokal in Freiburg i.Br., München und in Teilen Thüringens aufgegriffen.

Beim Bundesgleichstellungstag 2024 in Berlin hatten sich diese fünf landesweiten Projekte (Infos hier.) erstmals gemeinsam in der Öffentlichkeit vorgestellt. Es folgen nun in loser Folge thematische Collab-Postings wie z.B. zum PRIDE MONTH im Juni sowie im Dezember 2025 anlässlich des Projekt-JUBILÄUMS.
(Infos zu den fünf daran beteiligten landesweiten Projekten gibt es hier.)

Mehr zur Projektgeschichte

Die Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover war für Viele Ansporn und Motor zugleich, zahlreiche Projekte zu entwickeln und umzusetzen. Auch in unserem Bundesland Sachsen-Anhalt. Hier entstand seit Mitte der 1990er Jahre mit Bitterfeld/ Wolfen – Dessau und der Lutherstadt Wittenberg eine Korrespondenzregion, in der mit Unterstützung oder initiiert durch die landeseigene Expo Sachsen-Anhalt GmbH zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht und umgesetzt wurden, darunter auch beeindruckende Ausstellungsprojekte zur Geschichte unserer Region.

Vor diesem Hintergrund engagierten sich auch Frauen mit dem Ziel, Frauenbeteiligung und Fraueninteressen in diesem Prozess zu sichern. Vereinsfrauen, Gleichstellungsbeauftragte, Einzelpersonen, Politikerinnen, Gewerkschafterinnen fanden als Sachsen-Anhalt-Frauen-Initiativ-Runde = kurz: SAFIR zusammen und begleiteten als Frauenarbeitskreis die Arbeit der Expo Sachsen-Anhalt GmbH.

Wiederholt stellten sie fest, dass weibliches Engagement in der Geschichtsschreibung und im öffentlichen Bewusstsein kaum seinen Niederschlag findet. Vor allem deshalb regten die SAFIR-Frauen an, Frauengeschichte zum Gegenstand eines eigenständigen Projektes zu machen. So entstand das Projekt „FrauenOrte – Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt“, das Frauengeschichte stärker ins öffentliche Bewusstsein rückt und sie zugleich als immanenten Bestandteil unserer Landesgeschichte erlebbar werden lässt.

Das Projekt „FrauenOrte – Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt“ wurde von 2001 bis 2007 als Landesprojekt zunächst in der Trägerschaft des Courage e.V. Halle und dann der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg – gefördert durch das Ministerium für Gesundheit und Soziales und das Kultusministerium – weitergeführt. Im Mai 2006 gründete sich der FrauenOrte Sachsen-Anhalt e.V. zur Unterstützung des bestehenden Netzwerkes, der sich inzwischen wieder aufgelöst hat.

Seit 01.09.2019 wird das Netzwerk durch eine Koordinierungsstelle beim Courage e.V. Halle unterstützt und deren Arbeit gefördert mit Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt.

Im Jahr 2025 wurde das 25-jährige Projektbestehen im Zusammenwirken mit vielen Netzwerk-Partner*innen auch regional „FESTE.geFEIERt“!
DANKE allen, die einen so „bunten Gratulationsstrauß gebunden“ haben❣️❣️❣️