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FrauenOrte – Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt

Liebe Gäste unserer FrauenOrte-Hompage,

trotz vielfältiger Einschränkungen zum Jahresende 2020 ist eine Erkundungstour zu unseren 51 FrauenOrten in Sachsen-Anhalt möglich: auf unseren Web-Seiten (Homepage, Facebook oder Instagram)! Das Teilen mit Interessierten ist dabei ausdrücklich erwünscht!

  • Wandern Sie virtuell durch ganz Sachsen-Anhalt.
  • Oder schauen Sie auf der Karte unter der Rubrik FrauenOrte nach der nächstgelegenen Tafel in Ihrer Umgebung. So finden Sie ein interessantes Ziel für Ihren nächsten Spaziergang.
  • Zur Beachtung: Museale Einrichtungen der FrauenOrte dürfen gemäß aktueller Verordnung leider (mindestens) bis 20.12. auch nicht ihre Ausstellungen öffnen. Hier sind die jeweils aktuellen Bestimmungen fürs Reisen durch unser Land zu finden. https://sachsen-anhalt-tourismus.de/.

51 Tafeln informieren vor Ort. Die „Geschichten dahinter“ können als Podcast über den u.g. Web-Link oder über übliche Podcasts-Apps angehört werden, den Überblick gibts unter der Rubrik Neuerscheinungen:
In der aktuellen Episode Nr. 4 tauchen Begriffe wie Be-Gießerei, Dunkelräume, „063“ und Muttibus auf. Nicht nur Foto-und Filmbegeisterte dürften in punkto europäische Industriegeschichte im Industrie-und Filmmuseum Wolfen Interessantes erfahren. Zeitzeuginnen geben außerdem sehr persönliche Einblicke in ihr Arbeitsleben im damals größten Frauenbetrieb der DDR. Hören Sie also gerne mal rein, woher das Material für den ersten abendfüllenden Farbspielfilm der Welt stammt. Sein Titel „Frauen sind doch bessere Diplomaten“ (von 1941; mit Marika Rökk in der weiblichen Hauptrolle) scheint ebenso auf die spätere Generaldirektorin des VEB Filmkombinates Wolfen zu passen.

Berichte von den FrauenOrte-Geburtstagsfeiern der etwas anderen (Pandemie-) Art finden Sie unter der Rubrik Netz-Werkeln.

Bleiben Sie optimistisch und kommen Sie gesund durch die Adventszeit wünscht

Anke Triller
(Koordinatorin FrauenOrte Sachsen-Anhalt)

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Was sind FrauenOrte?
Das Land Sachsen-Anhalt als Ausstellungsort begreifend, werden Orte vorgestellt, die Lebenswirklichkeiten und/oder Lebensentwürfe von und für Frauen in unterschiedlichen zeitlichen Bezügen reflektieren. Entweder über einen biografischen oder über einen örtlichen Zugang ermöglichen sie es, Frauengeschichte zu erfahren, wahrzunehmen und sichtbar (er) werden zu lassen. Mehr noch: auf Bürgerbeteiligung setzend, entstand vor nunmehr 20 Jahren ein Netzwerk, das gleichermaßen individuelle wie gemeinschaftliche Spurensuche nach Frauengeschichte als unabdingbaren Bestandteil unserer Landesgeschichte befördert.

Wo gibt es FrauenOrte in Sachsen-Anhalt?

In mittlerweile 37 Städten und Gemeinden sind sie an den einheitlich gestalteten Tafeln mit dem rot-grünen Logo auf grauem Hintergrund erkennbar. Von der Altmark bis zum Burgenlandkreis spannen die 51 FrauenOrte Sachsen-Anhalts einen zeitlichen Bogen von ca. eintausend Jahren Geschichte mit regionalem Bezug und sind beliebig zu ergänzen. Sie werden darüberhinaus durch die zweibändige Publikation „FrauenOrte -Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt“ thematisch vernetzt.

Das Projekt war bundesweit das erste seiner Art, richtet sich gleichermaßen an alle Geschlechter und beschritt hinsichtlich der Darstellung von regionaler Frauengeschichte als Teil unserer Landesgeschichte Neuland. Inzwischen wurde die Idee auch in Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen und Thüringen aufgegriffen.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Stöbern auf den Seiten unserer „FrauenOrte“. Entdecken Sie Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt und lassen Sie sich anregen, Frauengeschichte(n) zu erfahren und zu erleben. 

Anke Triller
(Koordinatorin FrauenOrte Sachsen-Anhalt)

Zur Projektgeschichte:
Die Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover war für Viele Ansporn und Motor zugleich, zahlreiche Projekte zu entwickeln und umzusetzen. Auch in unserem Bundesland Sachsen-Anhalt. Hier entstand seit Mitte der 1990er Jahre mit Bitterfeld/ Wolfen – Dessau und der Lutherstadt Wittenberg eine Korrespondenzregion, in der mit Unterstützung oder initiiert durch die landeseigene Expo Sachsen-Anhalt GmbH zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht und umgesetzt wurden, darunter auch beeindruckende Ausstellungsprojekte zur Geschichte unserer Region.

Vor diesem Hintergrund engagierten sich auch Frauen mit dem Ziel, Frauenbeteiligung und Fraueninteressen in diesem Prozess zu sichern. Vereinsfrauen, Gleichstellungsbeauftragte, Einzelpersonen, Politikerinnen, Gewerkschafterinnen fanden als Sachsen-Anhalt-Frauen-Initiativ-Runde = kurz: SAFIR zusammen und begleiteten als Frauenarbeitskreis die Arbeit der Expo Sachsen-Anhalt GmbH.

Wiederholt stellten sie fest, dass weibliches Engagement in der Geschichtsschreibung und im öffentlichen Bewusstsein kaum seinen Niederschlag findet. Vor allem deshalb regten die SAFIR-Frauen an, Frauengeschichte zum Gegenstand eines eigenständigen Projektes zu machen. So entstand das Projekt „FrauenOrte – Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt“, das Frauengeschichte stärker ins öffentliche Bewusstsein rückt und sie zugleich als immanenten Bestandteil unserer Landesgeschichte erlebbar werden lässt.

Das Projekt „FrauenOrte – Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt“ wurde von 2001 bis 2007 als Landesprojekt zunächst in der Trägerschaft des Courage e.V. Halle und dann der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg – gefördert durch das Ministerium für Gesundheit und Soziales und das Kultusministerium – weitergeführt. Im Mai 2006 gründete sich der FrauenOrte Sachsen-Anhalt e.V. zur Unterstützung des bestehenden Netzwerkes, der sich inzwischen wieder aufgelöst hat.

Seit 01.09.2019 wird das Netzwerk durch die Arbeit der Koordinierungsstelle beim Courage e.V. Halle unterstützt, gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt.