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FrauenOrte – Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt

Liebe Gäste unserer FrauenOrte-Homepage,

Stolperstein, Geiststr. 22, Halle (Saale) #lichtgegendunkelheit / Foto: Anke Triller

auch in 2022 möchten wir Sie beim FrauenOrte-Projekt ganz herzlich willkommen heißen! Auf den nachfolgenden Seiten können Sie in über 1.000 Jahren Frauengeschichte(n) Sachsen-Anhalts stöbern.
FrauenOrte sind auch bei Facebook und Instagram zu finden: in KW 04/22 geht der Blick besonders nach Bernburg, Prettin und Salzwedel, wo es verschiedene Aktionen und Angebote der dortigen Gedenkorte zum bundesweiten Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus (27.Januar) gibt.
–> Das Mitmachen und Teilen ist dabei ausdrücklich erwünscht! Die Podcastfolge Nr. 15 (s.u.) informiert ebenfalls über aktuelle Ausstellungen in den NS-Gedenkstätten in Bernburg und Prettin.

–> Rubrik Neuerscheinungen. Hier erzählen die Künstlerinnen Mareen Alburg Duncker (Foto rechts) und Petra Reichenbach von ihren Heimatstipendien-Projekten der Kunststiftung Sachsen-Anhalt: Wie haben die Künstlerinnen und die FrauenOrte in Bernburg und Prettin zueinander gefunden? Wie entstanden die Konzeptideen und welche Eindrücke stürmten auf die beiden Frauen vor Ort ein?

Karten-Titelblatt

Ab sofort gibt es eine touristische Übersichtskarte zu unseren 52 FrauenOrten in 37 Städten und Gemeinden in ganz Sachsen-Anhalt! Unter der –> Rubrik FrauenOrte Überblick können Sie sich einen solchen verschaffen oder auch ganz gezielt nach den Angeboten und Ansprechpartner*innen vor Ort suchen.

Die Karte ist downloadbar. Somit können Sie sich ebenso offline bestens auf Ihren Besuch an authentischen Stätten unserer vielfältigen Frauengeschichte vorbereiten. Und für die nächste Fahrradtour sind die FrauenOrte-Etappen an den beliebten Fernradwegen und Themenrouten in #echtschoensachsenanhalt aufgezählt.

Gerade weil das Verreisen wieder stärker eingeschränkt ist (oder auch eigenverantwortlich deutlich reduziert wird), empfehlen wir eine akustische Reise zu unseren FrauenOrten, denn: Die #frauenorte-der-podcast „Geschichten hinter den Tafeln“ können über den Web-Link oder (fast) überall wo es Podcasts gibt, angehört werden. Das Komplettverzeichnis gibt´s unter der

Ausstrahlung am 08.01.2022
Sendung vom 13.02.2021

PRESSESCHAU“:
Für einen Besuch „von der heimischen Couch aus“ eignen sich die tollen TV-Beiträge bei 3sat und mdr Sachsen-Anhalt (Mediathek-Links siehe Neuerscheinungen).

Bleiben Sie auch in diesem Jahr schön neugierig und vor allem gesund wünscht

Anke Triller
(Koordinatorin
FrauenOrte Sachsen-Anhalt)


Zur Beachtung: Hier geht es zu den aktuellen landesweiten Bestimmungen in Sachsen-Anhalt für einen Tourismus:sicher und verantwortungsvoll und auch, wie mensch wieder prima #reisebewusst unterwegs sein kann. https://sachsen-anhalt-tourismus.de/ Dort finden Sie auch die aktuellen Corona-​Eindämmungsverordnungen.

Bitte informieren Sie sich vorab bezüglich Öffnung und Besuchsregeln von Museen und Ausstellungen auf den jeweiligen FrauenOrte-Seiten bzw. mittels weiterführender Links.

* * *

Was sind FrauenOrte?
Das Land Sachsen-Anhalt als Ausstellungsort begreifend, werden Orte vorgestellt, die Lebenswirklichkeiten und/oder Lebensentwürfe von und für Frauen in unterschiedlichen zeitlichen Bezügen reflektieren. Entweder über einen biografischen oder über einen örtlichen Zugang ermöglichen sie es, Frauengeschichte zu erfahren, wahrzunehmen und sichtbar (er) werden zu lassen. Mehr noch: auf Bürgerbeteiligung setzend, entstand vor über 20 Jahren ein Netzwerk, das gleichermaßen individuelle wie gemeinschaftliche Spurensuche nach Frauengeschichte als unabdingbaren Bestandteil unserer Landesgeschichte befördert.

Wo gibt es FrauenOrte in Sachsen-Anhalt?

In mittlerweile 37 Städten und Gemeinden sind sie an den einheitlich gestalteten Tafeln mit dem rot-grünen Logo auf grauem Hintergrund erkennbar. Von der Altmark bis zum Burgenlandkreis spannen die 52 FrauenOrte Sachsen-Anhalts einen zeitlichen Bogen von ca. eintausend Jahren Geschichte mit regionalem Bezug und sind beliebig zu ergänzen. Sie werden darüberhinaus durch die zweibändige Publikation „FrauenOrte -Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt“ thematisch vernetzt.

Das Projekt war bundesweit das erste seiner Art, richtet sich gleichermaßen an alle Geschlechter und beschritt hinsichtlich der Darstellung von regionaler Frauengeschichte als Teil unserer Landesgeschichte Neuland. Inzwischen wurde die Idee auch in Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen und Thüringen aufgegriffen.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Stöbern auf den Seiten unserer „FrauenOrte“. Entdecken Sie Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt und lassen Sie sich anregen, Frauengeschichte(n) zu erfahren und zu erleben. 

Anke Triller
(Koordinatorin FrauenOrte Sachsen-Anhalt)


Zur Projektgeschichte:
Die Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover war für Viele Ansporn und Motor zugleich, zahlreiche Projekte zu entwickeln und umzusetzen. Auch in unserem Bundesland Sachsen-Anhalt. Hier entstand seit Mitte der 1990er Jahre mit Bitterfeld/ Wolfen – Dessau und der Lutherstadt Wittenberg eine Korrespondenzregion, in der mit Unterstützung oder initiiert durch die landeseigene Expo Sachsen-Anhalt GmbH zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht und umgesetzt wurden, darunter auch beeindruckende Ausstellungsprojekte zur Geschichte unserer Region.

Vor diesem Hintergrund engagierten sich auch Frauen mit dem Ziel, Frauenbeteiligung und Fraueninteressen in diesem Prozess zu sichern. Vereinsfrauen, Gleichstellungsbeauftragte, Einzelpersonen, Politikerinnen, Gewerkschafterinnen fanden als Sachsen-Anhalt-Frauen-Initiativ-Runde = kurz: SAFIR zusammen und begleiteten als Frauenarbeitskreis die Arbeit der Expo Sachsen-Anhalt GmbH.

Wiederholt stellten sie fest, dass weibliches Engagement in der Geschichtsschreibung und im öffentlichen Bewusstsein kaum seinen Niederschlag findet. Vor allem deshalb regten die SAFIR-Frauen an, Frauengeschichte zum Gegenstand eines eigenständigen Projektes zu machen. So entstand das Projekt „FrauenOrte – Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt“, das Frauengeschichte stärker ins öffentliche Bewusstsein rückt und sie zugleich als immanenten Bestandteil unserer Landesgeschichte erlebbar werden lässt.

Das Projekt „FrauenOrte – Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt“ wurde von 2001 bis 2007 als Landesprojekt zunächst in der Trägerschaft des Courage e.V. Halle und dann der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg – gefördert durch das Ministerium für Gesundheit und Soziales und das Kultusministerium – weitergeführt. Im Mai 2006 gründete sich der FrauenOrte Sachsen-Anhalt e.V. zur Unterstützung des bestehenden Netzwerkes, der sich inzwischen wieder aufgelöst hat.

Seit 01.09.2019 wird das Netzwerk durch die Arbeit der Koordinierungsstelle beim Courage e.V. Halle unterstützt, gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitales bzw. seit 16.09.2021 durch das neue Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt.