Eine sehr gelungene Sonderausstellung„Plötzlich Poetin!? Anna Louisa Karsch – Leben und Werk. Zum 300. Geburtstag der Dichterin“ wurde vom 02.12.22 bis 30.04.23 im Gleimhaus – Museum der deutschen Aufklärung gezeigt. Der Flyer als Rückschau soll Anregungen geben, wenn weitere thematische Kulturjahre geplant werden.
🎁 Ausgelöst durch ein Hilfeersuchen an unsere #frauenortesachsenanhalt, traf unser Paket rechtzeitig zur heutigen Eröffnung der Sonderausstellung „Freie Fahrt: 175 Jahre Eisenbahn in Weißenfels“ im #schlossneuaugustusburg ein.
DENN ohne IHN (s.u.) wäre EINE damals nie aus dem Haus, geschweige denn auf Reisen gegangen.
👒Um pünktlich und unbeschadet einzutreffen, reiste der chice Hut aus dem Fundus des Museums Haldensleben am Mittwoch mithilfe einer persönlichen Stafette vom Börde- in den Burgenlandkreis. DANK Gleichstellungsbeauftragter des Landkreises Börde zuerst zum Landesfrauenratsbüro, wurde dort vom Landtagsfraktionsmitarbeiter (mit der Eisenbahn!) nach Halle gebracht und dort von der FrauenOrte-Gründerin pünktlich im FrauenOrt Schloss Neu-Augustusburg übergeben. Nun komplettiert er noch bis 20.Februar 2022 die dortige Sonderausstellung!
Ein gutes Beispiel dafür, wie Frauen(Orte)-Netzwerken -mit männlicher Unterstützung- bis heute tadellos funktioniert!
🎭 PS: Die Weißenfelser FrauenOrt-Patin Friedericke Caroline Neuber, bekannteste Theater-Prinzipalin des 18. Jahrhunderts, hätte sicher ihre helle Freude daran gehabt. Ihr wird ein späterer Beitrag gewidmet sein, denn ein runder Geburtstag steht im Frühjahr 2022 bevor.
Im Rahmen des Heimatstipendium #2- Programmes der Gegenwartskunst waren 10 Künstler*innen 12 Monate in 10 Museen und Gedenkstätten zu Gast. Die Ergebnisse wurden in der @kunststiftung_sachsenanhalt in Halle in einem Überblick präsentiert und sind nun in Sonderausstellungen vor Ort zu besichtigen. http://www.heimatstipendium.kunststiftung-sachsen-anhalt.de
Besonderes Dankeschön gilt den beiden Künstlerinnen Petra Reichenbach (Foto Mitte links) und Mareen Alburg Duncker (Mitte rechts) aus Halle, die unsere zwei Gedenkstätten in den FrauenOrten in Prettin und Bernburg mit ihrer sehr besonderen Sicht bereichern! Zu sehen sind ihre Beiträge ab sofort im Rahmen der regulären Öffnungszeiten. Ein frauenorte-der-podcast mit den beiden „zum Making of“ ist in Vorbereitung!
Am 19.Juli 2000 wurde hier in Bad Kösen einer der ersten FrauenOrte Sachsen-Anhalts etabliert. 20 + 1 Jahre später kann die modernisierte und ab sofort auch 👩🦽 barrierefreie Dauerausstellung im Romanischen Haus / Kunsthalle nach langem Lockdown nun die ersten Gäste empfangen. Im Eingangsbereich der Kunsthalle wird durch die erneuerte FrauenOrte-Tafel gleich auf die bemerkenswerte Spielzeug-Unternehmerin und siebenfache Mutter aufmerksam gemacht.
Am FrauenOrt-Geburtstag am 19.Juli 2021 (zum Nachhole-Termin aus 2020) waren die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Naumburg, Steffi Schikor, des Burgenlandkreises, Barbara Döring, mit Naumburgs neuem Oberbürgermeister Armin Müller (s. Foto v.l.n.r.) und FrauenOrte-Koordinatorin Anke Triller in der Dauerausstellung im Romanischen Haus zu Gast. Museums-Kuratorin Kristin Gerth ließ es sich nicht nehmen, eine kurze Einführung während eines Rundgangs zu geben.
In GERNRODE wurde der frühen Einführung der Reformation vor 500 Jahren und dem Mit-Wirken der Äbtissinnen gedacht. Am 3.Juli 2021 wurde das Namenschild des Elisabeth-von-Weida-Platzes feierlich enthüllt. Gleich nebenan in der „Alten Elementarschule“ konnten Geschichten dieser Epoche in Bildern bestaunt und einer Sonderführung in der benachbarten Stiftskirche St. Cyriakus durch zum wechselvollen Leben der Äbtissin Elisabeth von Weida und Weidenfels durch eine Kirchenführerin gelauscht werden. Ein anregend-streibarer Vortrag „Zu den Frauen der Reformation“ von einer als Historikerin an der Uni Erlangen forschenden evangelischen Ordensschwester rundete dieses Festtag in Gernrode ab. Nunmehr werd an 100% der Quedlinburger FrauenOrte deren Protagonistinnen öffentlich mit einem Straßen- bzw. Platznamen geehrt – herzlichen Glückwunsch und Dank allen, die dabei mitgewirkt haben!
Nach der erfolgreichen Förderrunde 2017/2018 des Stipendiatenprogramms der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt in Kooperation mit dem Museumsverband Sachsen-Anhalt e. V. gibt es in 2020/21 eine Neuauflage:
Dieses Mal haben die Arbeiten der aktuellen Heimatstipendiatinnen zu drei FrauenOrten einen inhaltlichen Bezug: Mareen Alburg Duncker zu Bernburg, Petra Reichenbach zu Prettin und Lucie Göpfert zu Zörbig. Über deren kreative Ideen, Arbeitsweise bis hin zur Präsentation im Herbst 2021 kann hier im Blog der Kunststiftung Sachsen-Anhalt nachgelesen werden. http://heimatstipendium.kunststiftung-sachsen-anhalt.de/
FrauenOrte.feiern.Geburtstag: seit 15 Jahren gibt es hier in Nebra einen FrauenOrt, dem kleinen, aber feinen Hedwig-Courths-Mahler-Archiv gewidmet. Begründerin Roswitha Hartmann erhielt aus diesem Anlass Pflaumenmus und rote Rosen – ebenso wie Touristikerin Christine Nitzschker und Archivar Norbert Schulz Warum?
… als Geburtstagspräsent (getreu eines Buchtitels von HCM) nebst einer Urkunde als Dankeschön für das langjährige Engagement von Koordinatorin Anke Triller überreicht.
Erfahren Sie, welche berühmten, aber auch weniger bekannten Frauen zu Sachsen-Anhalts reicher Landesgeschichte gehören: Kaiserinnen und Nonnen, Künstlerinnen und Kindergärtnerinnen, Bäuerinnen und Adlige, Frauen in Fabriken und in der Politik. Lassen Sie sich durch eine große Auswahl von FrauenOrte-Tafeln zur weiteren Spurensuche in unserem Land inspirieren.
Die Tafel-Ausstellung wurde nach zwei inhaltlichen Schwerpunkten gruppiert, innerhalb dieser Teile chronologisch sortiert und kann hiermit auch online „besucht“ werden.
Hinweis: Die Tafel-Poster-Sammlung kann ausgeliehen werden, bitte bei Interesse bei der Koordinierungsstelle anfragen.
Impressionen von der Vernissage am 4.März 2020 im Hallischen Ratshof
An dieser Stelle sei allen Besucher*innen und Gratulant*innen am 4.März 2020 herzlich für ihr Kommen gedankt. Ganz besonderer Dank gilt der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Halle Susanne Wildner und ihrer Mitarbeiterin Sarah Müller sowie dem Musikerinnen-Trio StilBruch für ihre tolle Unterstützung!
„Die Frauen sind lange im Schatten der Geschichte gelassen worden. Der Aufstieg der Anthropologie und die zunehmende Bedeutung, die der Familie zugemessen wurde, haben ebenso wie die Geschichte der ‚Mentalitäten’, die dem täglichen Leben, dem Privaten und dem Individuellen eine größere Aufmerksamkeit schenkte, dazu beigetragen, sie aus dem Schatten herauszuholen …“ (Georges Duby/ Michelle Perrot, Geschichte der Frauen, Band 2, Paris 1993, S. 9.)
Ein Prozess der auch in Sachsen-Anhalt zu spüren ist. Von dem auf Anregung der Sachsen-Anhalt-Frauen-Initiativ-Runde (SAFIR) im Jahr 2000 entstandenen Projekt „FrauenOrte – Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt“ gingen hierzu wichtige Impulse aus. Es entstand seitdem ein Netz von mehr als 30 mit einer Tafel gekennzeichneten FrauenOrten in der Region, die nunmehr auch über die Wanderausstellung SchattenRisse. Frauenleben zwischen Altmark und Unstruttal thematisch vernetzt werden. Frauengeschichte als Teil von Landesgeschichte begreifend, spannt die aus 30 thematischen Tafeln bestehende Ausstellung einen zeitlichen Bogen von eintausend Jahren. Sie möchte zu einer Zeitreise einladen, die Lebenswelten von Frauen ebenso sichtbar werden lassen wie deren Wirken, Erfahrungen und Visionen.
Auf dieser Zeitreise begegnen wir Königinnen und Kaiserinnen wie Mathilde, Adelheid und Theophanu, erfahren beispielhaft Einiges über weibliches Leben in Stiften, Klöstern aber auch in Dörfern und Städten. Obwohl Frauen über große Zeiträume Bildungsmöglichkeiten verschlossen schienen, treten einige wie die erste deutsche Ärztin Dorothea Christiana Erxleben, die Altphilologin Ernestine Christine Reiske, die Philosophin und gekrönte Poetin Johanne Charlotte Unzer, die Musikerinnen Maria Barbara Bach und Anna Magdalena Wilcke oder die Theaterprinzipalin Caroline Neuber und andere mit herausragenden Leistungen hervor. Ein Prozess, der langfristig den Weg in Universitäten, Hochschulen und auch in Parlamente für Frauen öffnet. Auf dem langen Weg zur Mündigkeit begegnen wir Frauen wie Marie und Johanne Nathusius, Marianne Menzzer, Angelika Hartmann, Elisabeth Gnauck-Kühne, Hildegard Ziegler, Margarethe Bennewiz, Minna Bollmann, Marie Kettmann und Gertrud Schubart-Fikentscher.
Frauen sind nicht erst seit der Moderne am Reproduktionsprozess beteiligt. Sie haben sich mit ihrer Arbeit und ihrem Wirken im Alltag aktiv und auch direkt in die Geschichte eingebracht, ihre Spuren hinterlassen. Spuren, die kaum erkennbar und sich zum Teil im Dunkel verlieren; aber auch solche, die sich klar abheben und im öffentlichen Bewusstsein präsent sind. Eine Präsenz, die über einen Schattenriss hinaus deutliche Bilder einzelner Frauen und von Frauengruppen reproduziert.
Den weiblichen Anteil an unserer Geschichte wahrzunehmen ist ein Anspruch, dem sich die Ausstellung stellt. Sie versteht sich zugleich als Forum für eine geschlechtergerechtere Gesellschaft. „Nicht gegen die Männer können wir uns emanzipieren, sondern nur in Auseinandersetzung mit ihnen. Geht es uns doch um die Loslösung von den alten Geschlechterrollen, um die menschliche Emanzipation überhaupt.“ (Maxie Wander, Guten Morgen, du Schöne, 1980, S. 7.)
Die Wanderausstellung „SchattenRisse. Frauenleben zwischen Altmark und Unstruttal“ wurde am 14. Dezember 2005 im Landtag von Sachsen-Anhalt erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie ist, gefördert durch das Kultusministerium des Landes, im Rahmen eines Forschungsprojektes unter Leitung von Frau Prof. Dr. Eva Labouvie am Institut für Geschichte der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg entstanden. Die Historikerin Dr. Elke Stolze hat die Ausstellung konzipiert und inhaltlich umgesetzt. Hierbei wurde sie durch die Historikerin Dr. Monika Lücke (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) für den Themenkomplex Frauenleben im Mittelalter bis zur Reformation unterstützt. Die Grafikerin Barbara Dimanski (Halle) setzte das Ausstellungskonzept graphisch um. Der Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt e.V. hat freundlicherweise die Schirmherrschaft übernommen.
Technische Daten
30 Ausstellungselemente mit eigenem Ausstellungssystem
1 Ausstellungselement (Ständer mit Stoffbahn), Maße B × H: 100 cm × 200 cm (stehend und auch für ein Galeriesystem nutzbar)
Verpackung: 3 Transportkisten (Holz, Maße H × B × T: ca. 40 cm × 70 cm × 140 cm) und jedes Element in einer Verpackungshülse
Fotoimpressionen
SchattenRisse – Ausstellung im Lesecafe der Stadtbibliothek Magdeburg
SchattenRisse – Ausstellung im Lesecafe der Stadtbibliothek Magdeburg
SchattenRisse – Ausstellung im Lesecafe der Stadtbibliothek Magdeburg
Informationen und Anfragen
Informationen und Anfragen richten Sie bitte an:
Lehrstuhl für Geschichte der Neuzeit (16.-19. Jahrhundert) Geschlechterforschung im Institut für Geschichte Otto-von-Guericke-Universität Zschokkestraße 32 39104 Magdeburg
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