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Projektgeschichte

Am 31. Mai 2000 wurde offiziell und bundesweit erstmalig die erste der prägnanten FrauenOrte-Tafeln an der KiTa „Rotkäppchen“ in Zörbig eingeweiht. In den Folgejahren wurden weitere FrauenOrte in Sachsen-Anhalt ins Projekt aufgenommen worden. Aktuell gibt es in Sachsen-Anhalt 52 FrauenOrte in 37 Städten und Gemeinden.

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens hieß es in 2025 das ganze Jahr über „FRAUEN.FESTE.FEIERN“! Einen Rückblick auf das Jubiläumsjahr gibt es hier

und im Folgenden mehr Informationen

zur Projektidee

Die Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover war für Viele Ansporn und Motor zugleich, zahlreiche Projekte zu entwickeln und umzusetzen. Auch in unserem Bundesland Sachsen-Anhalt. Hier entstand seit Mitte der 1990er Jahre mit Bitterfeld/ Wolfen – Dessau und der Lutherstadt Wittenberg eine Korrespondenzregion, in der mit Unterstützung oder initiiert durch die landeseigene Expo Sachsen-Anhalt GmbH zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht und umgesetzt wurden, darunter auch beeindruckende Ausstellungsprojekte zur Geschichte unserer Region.

Vor diesem Hintergrund engagierten sich auch Frauen mit dem Ziel, Frauenbeteiligung und Fraueninteressen in diesem Prozess zu sichern. Vereinsfrauen, Gleichstellungsbeauftragte, Einzelpersonen, Politikerinnen, Gewerkschafterinnen fanden als Sachsen-Anhalt-Frauen-Initiativ-Runde = kurz: SAFIR zusammen und begleiteten als Frauenarbeitskreis die Arbeit der Expo Sachsen-Anhalt GmbH.

Wiederholt stellten sie fest, dass weibliches Engagement in der Geschichtsschreibung und im öffentlichen Bewusstsein kaum seinen Niederschlag findet. Vor allem deshalb regten die SAFIR-Frauen an, Frauengeschichte zum Gegenstand eines eigenständigen Projektes zu machen. So entstand das Projekt „FrauenOrte – Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt“, das Frauengeschichte stärker ins öffentliche Bewusstsein rückt und sie zugleich als immanenten Bestandteil unserer Landesgeschichte erlebbar werden lässt.

zur Projektgeschichte

Das Projekt „FrauenOrte – Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt“ wurde nach seiner Entstehungs phase als EXPO2000-Projekt (von 1999 bis 2000, s.o. Projektidee) von 2001 bis 2007 als Landesprojekt zunächst in der Trägerschaft des Courage e.V. Halle und dann der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg – gefördert durch das Ministerium für Gesundheit und Soziales und das Kultusministerium – weitergeführt. Im Mai 2006 gründete sich der FrauenOrte Sachsen-Anhalt e.V. zur Unterstützung des bestehenden Netzwerkes, der sich inzwischen wieder aufgelöst hat.

zur bundesweiten Ausstrahlung

Das Projekt war bundesweit das erste seiner Art, richtet sich gleichermaßen an alle Geschlechter und beschritt zu Beginn der 2000er hinsichtlich der Darstellung von regionaler Frauengeschichte als Teil unserer Landesgeschichte Neuland. Inzwischen wurde die Idee auch in Bayern, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen sowie lokal z.B. in Freiburg i.Br., im Saarland und in Thüringen aufgegriffen.

Beim Bundesgleichstellungstag 2024 in Berlin haben sich fünf landesweite Projekte erstmals gemeinsam in der Öffentlichkeit vorgestellt. Es folg(t)en in loser Folge thematische Collab-Postings wie z.B. zum PRIDE MONTH (06/2025), zum Projekt-JUBILÄUM (12/2025), zu „FRAUENGESUNDHEIT“ (05/2026) und zu LEHRERINNEN (10/2026) anlässlich des Weltlehrertags.

(Weitere Infos und Links zu den „Schwester“-Projekten und weiteren frauengeschichtlich Aktiven gibt es hier.)

Übrigens wurde die FrauenOrte-Idee in einem weiteren europäischen Land aufgegriffen…

… und am 30. Juni 2026 der erste FrauenOrt Ostbelgien in Eupen (Belgien) mit einer feierlichen Tafelenthüllung für Gertrud Palm eingeweiht! Kollegin Saskia Bellem von FrauenOrte NRW und ich (auf Urlaubsreise) waren gerne Zeitzeuginnen bei dieser „Europa-Premiere“.

zu euopäischen Projekten wie z.B. in Belgien

Denn die Idee wurde in unserem Nachbarland aufgegriffen und am 30. Juni 2026 der erste FrauenOrt Ostbelgien in Eupen (Belgien) mit einer feierlichen Tafelenthüllung für Gertrud Palm eingeweiht! Kollegin Saskia Bellem von FrauenOrte NRW und ich (dank Urlaubsreise ganz in der Nähe) waren gerne Zeitzeuginnen bei dieser „Europa-Premiere“. Weitere FrauenOrte des Projektes folgen.

… und seit den 1990ern gibt es Miss Marples Schwestern – ein Netzwerk zu Frauenstadtrundgängen und -fahrten in Deutschland, Belgien, Österreich, Tschechien und der Schweiz.


Seit 01.09.2019 wird das Netzwerk durch eine Koordinierungsstelle beim Courage e.V. Halle unterstützt und deren Arbeit mit Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt gefördert.

Dank allen Engagierten und Förderenden, die das FrauenOrte-Projekt von Anbeginn und auch aktuell begleiten und mit ihrem Tätigsein lebendig halten❣️❣️❣️