„Zeitgeschichte erforschen-bewahren-vermitteln“ - Projektergebnisse werden in Wolfen vorgestellt                                                                                                                                                      (29.05.2010)
Sie arbeiteten in der Filmfabrik – die meisten, die der Einladung des Vereins Frauen helfen Frauen in das Filmmuseum gefolgt sind, können das von sich sagen. Heute stehen besonders die Frauen im Mittelpunkt des Interesses, werden doch erste Ergebnisse eines Interviewprojektes vorgestellt.  Im Folgejahr werden im Rahmen des 3. Anhalt-Bitterfelder FrauenCafé am 29.05.2010 die Ergebnisse des Interviewprojektes den Teilnehmerinnen präsentiert.

Wo sind wir denn hier? - Werden vielleicht einige von Ihnen fragen. Mitten in der Stadt Bitterfeld-Wolfen oder inmitten eines Industrieparks? Oder vielleicht sogar beides?
Gerade eben wurden Sie am Rathaus, gleich neben dem Denkmal der Chemiearbeiterin begrüßt. Ursprünglich als Forschungs- und Verwaltungsgebäude eines aufstrebenden Industrieunternehmens entstanden, wird es heute durch die Kommunalverwaltung der Stadt Bitterfeld-Wolfen genutzt.
Ein Ort, der wie kaum ein anderer auch den Wandel einer Region symbolisiert: ein Wandel, der aufs engste mit der Entscheidung des an der Schwelle des 20. Jahrhunderts expandierenden Berliner Unternehmens „Actien – Gesellschaft für Anilin-Fabrikation“ – kurz: „Agfa“ – für den neuen Standort seiner Farben-, Foto- und Filmproduktion an den Flurgrenzen der Gemeinden Wolfen, Greppin und Thalheim vor einhundert Jahren (Sommer 1909 Baubeginn, 1910 Produktionsbeginn) ebenso verbunden ist, wie mit dem Ende der Filmfabrikation auf dem 165 ha großen Areal am südwestlichen Stadtrand an der Schwelle des 21. Jahrhunderts.

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