Die ersten FrauenStimmen aus der Region Sachsen-Anhalt in Parlamenten der Weimarer Republik                                                                                                                                         (01.03.2011)
Vorlesung zur Wahrnehmung des Frauenwahlrechtes nach dessen Einführung in überregionalen Parlamenten während der Weimarer Republik an der FHS Harz, Wernigerode

Es sind zwei Ereignisse, die zum Thema meines heutigen Vortrages in besonderer Beziehung stehen – die bevorstehenden Landtagswahlen und der Internationale Frauentag.
Erstmals vor 100 Jahren fand im März 1911 der Internationale Frauentag statt. Er gestaltete sich national wie international zu der bis dahin mächtigsten politischen Demonstration für die Gleichberechtigung der Frau. Ein Erfolg, der in den Folgejahren weiter ausgebaut werden konnte und der Forderung nach dem „allgemeinen, gleichen und direkten Wahlrecht für Frauen“ auch international weiter Nachdruck verlieh.
Bekanntermaßen ging diese wirkungsvolle Aktion auf einen - wie sich zeigen sollte – historisch bedeutenden Beschluss der Internationalen Frauenkonferenz der Sozialistinnen in Kopenhagen im August 1910 zurück. Die 130 delegierten Frauen aus 17 Nationen verabredeten künftig jedes Jahr einen Frauentag in ihren Ländern sorgfältig vorzubereiten und durchzuführen, der in erster Linie der Agitation für das Frauenwahlrecht in Verbindung mit der Frauenfrage dienen und einen internationalen Charakter tragen soll.

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