Schloss Wernigerode

Ausgehend von Paris bahnt sich im 18. Jahrhundert in Europa schnell die neue Philosophie der Aufklärung ihren Weg.
Ihre aufsehenerregenden Ideen werden durch die Pariser Geselligkeitskultur - die Salons - verbreitet. Dieser gesellige Raum, von Frauen gestaltet, ermöglicht die Verbindung von Adel und Bürgertum, Männern und Frauen. Erstmals treten Frauen in die Öffentlichkeit. Geselligkeit bedeutet Konversation über gesellschaftliche wie familiäre Themen, die Pflege von Musik, das Lesen neuester Literatur, Dichtung und das Theaterspiel. Das 19. Jahrhundert eröffnet den Frauen Möglichkeiten der Geselligkeit im eigenen Kreis auch außerhalb ihres Hauses
und bricht dem politischen Salon der Moderne Bahn. Auch die Grafen zu Stolberg-Wernigerode wurden von der Philosoophie der Aufklärung angezogen.
Fürstin Anna zu Stolberg-Wernigerode, die seit 1863 hier lebte, gestaltete oft literarische und musikalische Abende.
Selbst vielseitig künstlerisch tätig, prägte sie die Geselligkeit des fürstlichen Hofes an der Schwelle des 20. Jahrhunderts maßgeblich.

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