Wanderausstellung
„Nach ferner erinnern bekennt sie...“


 

Das Projekt FrauenOrte FrauenGeschichte in Sachsen-Anhalt hat vor einiger Zeit regionale Forschungen zum Thema Hexenverfolgungen und Hexenprozesse auf dem Territorium von Sachsen – Anhalt initiiert. Die Ergebnisse wurden sowohl in einem Beitrag in dem Buch „FrauenOrte – Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt“ (mdv Halle 2000), in dem Heft „...viele und manchfeldige Missethaten ...“ der Reihe „Frauenleben Frauenalltag – gestern und heute“ des Courage e.V. Halle (Halle 2001) als auch mit der Wanderausstellung „Nach ferner erinnern bekennt sie...“ vorgestellt.
Die Wanderausstellung „Nach ferner erinnern bekennt sie...“ wurde am 17. April 2002 in Schönebeck (Elbe) erstmals gezeigt. Seitdem ist sie ständig unterwegs.
Die mit Unterstützung der Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt, dem Regionalverband Harz e.V., der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt und dem Ingenieurbüro Michael Herbst entstandene Ausstellung stellt auf 20 Ausstellungselementen regionale Untersuchungsergebnisse vor. Ausgehend von dem bereits seit der Frühzeit der Hexenverfolgungen im 15. Jahrhundert hergestellten Zusammenhang zwischen Brocken und Walpurgis werden sowohl die Anfänge der Hexenverfolgungen und ersten Prozesse eingeschlossen das Prozeßverfahren als auch der zeitgenössische Umgang mit dem Thema dargestellt.
Für das Territorium von Sachsen-Anhalt konnten bisher ca. 250 Hexenprozesse nachgewiesen werden. In der Ausstellung werden diese Ergebnisse sichtbar und an ausgewählten Beispielen aus den Stolberger Harzgrafschaften, Schönebeck/ Bad Salzelmen, Dessau und Wittenberg vertieft. Die Ausstellung gewährt Einblicke in Prozessverfahren, macht erstmals Betroffene der Region namhaft und spürt der Frage nach einer möglichen Revision von Urteilen in Hexenprozessen nach.
Abschließend regt die Ausstellung an, über heutige Vermarktung der Walpurgisnacht nachzudenken und zeigt auf, dass eine Kräuterfrau, Köhlerliesel oder Kiepenfrau ... mögliche Alternativen zur Hexe als touristische Attraktion oder Begleiterin sein können. Damit eröffnet sich zugleich die Möglichkeit weibliche Lebens- und Erfahrenswelten einer Region sichtbar zu machen und eine Vorstellung von Alltagsleben für heutige BesucherInnen zu transportieren.

Impression von der Ausstellung

Die Ausstellung wurde seit 2002 an mehr als 40 Orten auch außerhalb des Landes Sachsen-Anhalt gezeigt. Anfragen sind an den Courage e.V. Halle, Falladaweg 9, 06126 Halle (Saale) zu richten.
Ansprechpartnerin: Dr. Elke Stolze
E-Mail: info@courage-halle.de

Die Ausstellung hier im Internet

 

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