Kloster St. Marien Helfta

Die Geschichte des Klosters Helfta reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück und ist eng mit den Mansfelder Grafen,
die als Gründer und Förderer des Klosters gelten, verbunden.
1229 durch Graf Burchardt I. und seine Frau Elisabeth als Nonnenkloster bei Mansfeld gestiftet,
siedelte der Konvent 1258 nach Helfta - im Gebiet der Freiherrn von Hackeborn gelegen - um.
Seine Blütezeit erlebte das Kloster Helfta in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts.
Die hier nach den Regeln der Zisterzienser leben-den Ordensfrauen zeichneten sich durch einen außerordentlich hohen Bildungsstand aus.
Helfta bildete eines der wichtigsten Zentren der Entstehung mystischer Literatur im 13. Jahrhundert .
An diesem Ort wirkten drei herausragende Mystikerinnen: Mechthild von Magdeburg (um 1207/10 - 1282),
Mechthild von Hackeborn (um 1241 - 1299), die als Heilige verehrt wird und Gertrud von Helfta (1256 - 1301/02).
Bevor sie ihr Weg nach Helfta führte, lebte Mechthild von Magdeburg als Begine in Verbindung mit dem Magdeburger Dominikanerkloster.
Um 1250 begann sie ihre mystischen Erfahrungen in deutscher Sprache aufzuschreiben. Im Zuge der Reformation wurde das Kloster Helfta aufgelöst und das Gelände später als preußische Staatsdomäne und "Volkseigenes Gut" landwirtschaftlich genutzt.
1992 beginnen die Vorbereitungen für den Wiederaufbau des Klosters.
Seit 1999 leben an diesem Ort wieder Zisterzienserinnen.

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