CJD Jugenddorf-Christopherusschule Droyssig, im Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands e.V.

 

 

Fürst Otto von Schönburg-Waldenburg bot 1847 dem preußischenStaat an, in Droyßig bei Zeitz ein Seminar für die Ausbildung junger evangelischer Frauen zu Elementarschullehrerinnen zu stiften.
Obwohl das Stiftungsangebot angenommen wurde, verzögerte sich die Umsetzung wegen der revolutionären Ereignisse der Folgejahre bis 1852. Den Plänen des Stifters entsprechend sollten die Anstalten aus einem Pensionat, im Sinne einer höheren Töchterschule, einem Seminar für Elementarschullehrerinnen und einem Gouvernanteninstitut bestehen.
Für die praktische Ausbildung der künftigen Lehrerinnen wurde den Anstalten eine Übungsschule zugeordnet, zu der die schulpflichtigen Mädchen des Ortes Zugang hatten. Am 1.Oktober 1852 begannen die ersten 20 Seminaristinnen ihre Ausbildung in Droyßig, in der ersten Ausbildungsstätte dieser Art für Mädchen in Preußen. Mit der Gemeinde Droyßig wurde vertraglich geregelt, dass von den 130 schulpflichtigen Mädchen 80 aus der Dorfschule gegen eine Vergütung von einem Taler pro Kopf in die Übungsschule übernommen werden. Im Zuge der Reform der Mädchenschulbildung in Preußen, 1908, erfolgte eine Umstrukturierung der Droyßiger Anstalten. Hier gab es nunmehr bis 1945 ein Lyzeum, ein Oberlyzeum, eine Frauenschule und einen Kindergarten als Ausbildungsstätte für Kindergärtnerinnen. Als eine der ersten Einrichtungen zur Ausbildung von Frauen entstanden, haben die Anstalten bis heute den Charakter einer besonderen Bildungseinrichtung behalten.


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